Band 
Fünfter Theil.
Seite
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Kapitel XXV. i 5

und des centralen Europa . Weil aber civilisirte Völ-ker einzig nur eine Geschichte, die diesen Namen ver-dienen kann, besitzen, so lolgt daraus, dafs die Ge'schichte der Americaner nur die einer kleinen Zahl Berg-völker seyn kann. Dichte Finsternifs umhüllte die un-ermefsliche Landschaft, die sich vom Östlichen Abhangder Cordilleren zum atlantischen Meere hin ausdehnt;und eben defshalb mul’s alles bedeutsam erscheinen, wasin diesem Lande auf das Uebergewicht einer Völker-schaft gegen die andere, auf ferne Wanderungen, aufpbysiognomische Züge, die eine fremde Race andeuten,Bezug hat *,).

Mitten in den Ebenen des nördlichen America hatein mächtiges Volk, das nicht mehr vorhanden ist, kreis-förmige , gevierte und achteckige Festungswerke ange-legt, Mauern von 6000 Toisen Länge erbaut; in Grab-hügeln Ctumülus) von 700 bis 800 Fufs Durchmesserund 140 Fufs Höhe, die theils rund, theils mehrereStockwerke befassen, sind Tausende von Beingerippenenthalten. Diese Gerippe gehörten minder schlanken undmehr untersezten Menschen an, als die gegenwärtigenBewohner dieser Gegenden sind. Andere, in Tücher,welche denen der Sandwich- und Fidji -Inseln gleichen,gewickelte Knochen werden in den natürlichen Grottenvon Kentucky angetroffen. Was ist aus diesen Völkernder Louisiana geworden, welche älter sind, als die Lenni-Lenapes, die Shawanoes, vielleicht sogar als die Sioux(Nadowesses, Narcota) vom Missoui’y, die bedeutsammongolisirt sind und von denen man, ihrer eignen Ue-berlieferung gemäfs, ) die Abstammung von den asiati-schen Küsten vermuthet ? In den Ebenen vom südlichenAmerica trifft man, wie ich anderswo gezeigt habe,

’j Siehe die Note A am Ende des neunten Buchs.