Band 
Fünfter Theil.
Seite
17
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Kapitel XXV. 17

Europäer verübten Grausamkeiten haben dasselbe wievon den Antillen so von den Küsten des Darien gänz-lich vertrieben, während es, der Missionen-Herrschaftgehorsam, die volkreichen Dörfer in den Provinzen vonNueva-Barcelona und vom spanischen Guiana gebildetbat. Die Zahl der Karaiben, welche in den Llanosvon Piritu und an den Gestaden vom Caroni und Cuyunxleben, kann, glaub’ ich, über 35 ,000 berechnet werden* *Fügt man zu diesen noch die unabhängigen Karaibenhinzu, die westwärts der Gebirge von Cayenne und vonPacaraymo, zwischen den Quellen des Essequebo unddes Rio Branco sich aufhalten, so dürfte man wohl eineGesammtzahl von 40,000 Individuen von reiner, mit an-dern eingebornen Racen unvermischter Abstammung er*halten. Ich lege um so mehr Gewicht auf diese Anga-ben , weil vor meiner Reise in den Erdbeschreibungenvon den Karaiben meist nur als von einem erloschenenVölkerstamme die Rede war *). Mit dem Binnenlandeder'Spanischen Kolonien des Festlandes unbekannt, glaubteman, die kleinen Inseln Dominika, Guadeloupe und Saint-yincenl seyen die Hauptwohnsitze dieses Volkes gewesen,von dem nur noch (in allen östlichen Antillen) verstei-nerte * :; ), oder vielmehr mit einem Madreporen-Kalk-

e ) Essai polit., Tom. 1 , p. 85.

*) Diese Beingerippe wurden im Jahr i8o5 durch IJrn. Cortesentdeckt, dessen bedeutsame geologische Beobachtungen ichschon oben anzufiihren Gelegenheit hatte (Th. 3 , S. 36). Siesind in einer Madreporen - Breccie - Formation enthalten , derdie Neger sehr naiv den Namen Martmne - hon Die.a geben,und die, neuen Ursprungs' wie der italienische travertin,Bruchstücke von Gefäfsen und andern Wdrhen menschlicherKunst enthält. Hr. Dauxion Lavayssc und der DoctorKönig haben diese Erscheinung zuerst in Europa bekannt ge-

Mcx. <r. Humboldts bist, fleiton. y. 2