Kapitel XXL. ag
ricanischer Stamm ist kräftiger und mehr zum schnellenLaufe geeignet.
Wenn gleich die Mütter beschäftigt sind, die Beineihrer Kinder so zu bearbeiten , dafs dieselben sich mehrund mehr dem wellenförmigen Contour nähern, so ent-halten sie sich wenigstens in den Llanos , den Kopf der-selben schon in der frühesten Jugend mit Kissen undHölzern platt zu drücken. Dieser Gebrauch, der früherauf den Inseln und bey % mehreren karaibischen Volks-stärmnen von Parima und dem französischen Guyana üb-lich war, ist in den von uns besuchten Missions - Län-dern ganz abgekommen. Die Männer haben eine ge-wölbtere Stirne als die Chaymas, die Otamaken, die Ma-cos, die Maraviten und überhaupt als die Mehrzahl derBewohner vom Orenoko. Ganz systematisch zu spre-chen, würde man sagen können, sie besitzen die für ihreintellectuellen Kräfte erforderliche Koplbildung. AYirwaren von dieser Beobachtung um so mehr überrascht,als die in einigen europäischen Werken über Anatomiemilgetheilten karaibischen Schädel *) eine ganz plallge-drückte Stirne und einen ganz spitzen Gesichtswinkelzeigen. Allein diefs rührt wohl daher, dafs man in un-seren osteologischen Sammlungen die künstlich platt-gedrückten Schädel mit den natürlichen verwechselt hat.Was man für karaibische Schädel von der Insel St. Vin-cent ausgiebt und welche fast gar keine Stirne haben,das sind nichts anderes als zwischen Hölzern plattge-drückte Schädel der Zambos (schwarzen Karaiben), wel-che von Negern und wirklichen Karaiben abstammen **).