Band 
Fünfter Theil.
Seite
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Buch IX.

Uebrigens findet man die barbarische Gewohnheit, den'Schädel platt zu drücken, bey mehreren Volksstämmenvon ganz verschiedener Abkunft Man hat sie sogar

bis in’s nördliche America nachgewiesen; aber nichts ist,gewagter als von gleichen Gewohnheiten und Sitten aufigleichen Ursprung zu schliefsen. Wenn man in den ka-raibischen Missions - Ländern reist und den dort all«-e-

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mein herrschenden Ordnungs - und Unterwürfigkeitsgeistbeobachtet, so glaubt man kaum, dal’s man im Landeder Kannibalen sey. Dieser ainericanische Name, des-sen Bedeutung etwas schwankend ist, wird am be-sten aus der Sprache von Haiti oder Portorico hergelei-tet, und ist seit dem Ende des i5ten Jahrhunderts auch

douras deportirt, weil der englische Gouverneur sie geheimer Ein-verständnisse mit den Franzosen beschuldigte. Ein geschickterVerwaltungsbeamter, H. Lescailier, hatte 1 7.60 dem Ilofe vonVersailles den Vorschlag gemacht, die rothen und schwarzenKaraiben von Saint Vincent nach Guiana zu ziehen, um sie dortals freye Menschen und Kolonisten des I.andes zu benützen.Ich zweifle, ob sie damals noch 6000 Köpfe stark gewesen;die Insel St I incent hatte 1787 nicht mehr als 14,000 Einwoh-ner von allen Farben. I.escallier sur Ia Guiane franfoise.

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*) Zum Beyspiel die Tapoyranas von Guiana (Barrcre p. 219),die Solheehs von Ober - J.ouisiana (Walchenaer, Cosmogr.p. 583). Los Indios de Cumana, sagt Gomara (Hist, de Ind. ifol. XLV.) aprietan a los ninos la cabcfa muy blando, pero ■mucho, entre dos almohadillas de algodon para ensanchar losla cara, que lo tienen por hermosura. Las donzcllas van detodo punto desnudas. Traen senogiles muv apretados por de- \baxo y encima de las rodillas , para que los muslos y panto- jrillas engorden mucho. Dan las novias ä los piaches , hom-bres sanctos y religiosos. Los reverendos padres toman aquel jtrabajo y los novios se quitan de sospecha quexa y pena. ,