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B h * h ~IX.
ganze seltsame Verfassung der Missionen beruht. Diewillkürlichste bürgerliche Gewalt ist mit den Befugnis-sen des Pfarrers der kleinen Gemeinde innig vereinbart,und, wenn gleich die Karaiben keine Kannibalen sindund man sie gerne mit einiger Milde und Nachsicht be-handeln möchte, so ist jedoch begreiflich, dafs etwasnachdrucksame Mafsnahmen Zuweilen erforderlich seynmögen, um in der noch jugendlichen Gesellschaft Ord-nung und Ruhe zu handhaben.
Die Schwierigkeit, die Karaiben an feste Wohnsitzezu gewöhnen, wird um so gröfser, weil sie seit Jahr-hunderten an Handelsverkehr auf den Flüssen gewöhntwaren. Wir haben weiter oben schon gesehen *)j wiediefs regsame Volk, gewerbtreibend und kriegerisch zu-pleich, seine Waaren von den Küsten des holländischenGuiana bis in den Amazonenflufs führt. Die reisendenKaraiben waren die Bukhares vom Aecjuinoctial - Ameri-ca: das öftere Bedürfnifs, die Gegenstände ihres klei-nen Verkehrs zu berechnen und einander Nachrichtenmitzutheilen, hatte sie auch zur Ausdehnung und Ver-vollkommnung des Gebrauchs der Quippos, oder, wieman in den Missionen sagt, der cordoncillos con mi-dos *•) veranlafst. Diese Oaippos oder Schnürchen fin-den sich gleichfalls auch in Canada ***), in Mexico (woBoturini sich deren bey den Tlascalte'ques verschaffenkonnte), in Peru, in den Ebenen von Guiana , in Cen-
*) Th. 5, S. 3 12 .
*•) Caulin , p. 353.
***} f'a.es des Cordilleres et'mbnumens amer. Tom. i, p. 70 ,267 . lieber die am Orenokö bcy den Tamanaken gefunde-nen Qaippos vergl. Gilt, Tom. 2 , p. 34. Die Quipposoder Schnürchen der Völkerschaften der obern Louisiana heifsen IVampum. {John Filson, Hist, da Kentucky , p. ioj;