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JI u c h IX.
theile nicht unbenuzt gelassen bleiben, welche diese Ge-gend, vor allen andern ausgezeichnet, für die Messungvon Graden eines Erdbogens in der Richtung des Meri-dians oder einer zur Mittagslinie senkrechten Linie dar-bietet. Die weite Ausdehnung derselben von Ost nachWest würde sonderheitlich die Messung einiger Längen-grade ungemein erleichtern. Für die genaue Kenntnifsder Figur der Erde müfste diese Arbeit von grofser Wich-tigkeit seyn. Die Hcuios von Venezuela liegen i3° öst-lich von den Orten, wo einerseits die französischen Aka-demiker durch, an die Gipfel der Kordilleren gestüzte,Dreyecke, anderseits Mason und Dikon, auf trigonome-trische Hülfe (in den Ebenen von Pensylvanien) verzich-tend, ihre Messungen Vornahmen: sie befinden sich fastaut der nämlichen Parallele (und dieser Umstand ist sehrgewichtig} mit dem indischen Plateau, zwischen Junneund Madura, wo der Oberst Lambton seine schönenArbeiten unternommen hat. Welche Zweifel immerhinauch über die Genauigkeit der Werkzeuge, die Irrthü-mer in der Beobachtung und die Einwirkungen örtlicherAttractionen übrig bleiben mögen , so dürfte es jedochbeym gegenwärtigen Stande unserer Kenntnisse schwerhalten, die Ungleichheiten in der Abplattung der Erdezu läugnen. Wenn eine vertrautere Verbindung zwi-schen den freyen Regierungen von La Plata und Vene-zuela zu Stande gekommen ist, so w'ird man alsdannohne Zweifel nicht unterlassen, diesen Vorlheil und denFriedensstand zu benutzen, um nordwärts und südwärtsVom Aequator , in den Llanos und Pampas , die vonuns vorgeschlagenen Messungen zu veranstalten. DieLlanos von Pao und Calabozo befinden sich fast unterdem nämlichen Meridian mit den südwärts von Cordovagelegnen Pampas, und der Breitenunterschied dieser wiedurch langen Aufenthalt der Gewässer nivellirten, fla-