Band 
Fünfter Theil.
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H a p i t e l XXV

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chen Ebenen, beträgt 45 °- Diese geodesischen und astro-noniiscben Arbeiten würden, der örtlichen Verhältnissewegen, auch gar nicht kostbar seyn. La Condaminehatte bereits im Jahr 1734 dargethan, wie ungleich nutz-barer und beförderlicher es gewesen wäre, wenn die Aka-demiker in die (doch vielleicht etwas zu hoizreichen undsumpfichten) Ebenen wären gesandt worden, die sichsüdwärts von Cayenne gegen den Zusammenflufs des RioXingu und des Amazonenstroms ausdehnen, statt sie zunüthigen, auf dem Plateau von Quito , gegen Kälte,Stürme und vulcanische Ausbrüche, mühsame Kämpfezu bestehen.

Die spanisch - americanischen Regierungen dürfenauch keineswegs etwa glauben, die gewünschten undmit Pendulbeobachtungen zu vereinbarenden Arbeitenin den Llanos würden nur ein wissenschaftliches In-teresse gewähren ; es können diese Arbeiten nicht min-der die Haöptgrundlage von Karten werden, die fürjede wohlgeordnete Staatsverwaltung ein unentbehrlichesErlordermfs sind. Bis dahin mufste man bey einer reinastronomischen Aufnahme stehen bleiben: diese ist dassicherste und schnellste Verfahren für eine weit ausge-dehnte Oberfläche. Man trachtete, die Länge einigerPuncte der Küste sowohl als des innern Landes auf ab-solute Weise, das will sagen, durch Erscheinungen amHimmel oder Reihenfolgen von Monddistanzen zu be-stimmen. Die bedeutsamsten Orte wurden gemäfs den

*) Eoyage a l'Eqnatenr , p. 1 g 4 und 201. Wollte man einvöllig flaches und offenes Land unter dem Aeqnator selbstwählen, so würde ich den durch Hr. de la Condaminebezcich-neten Ebenen diejenigen vorziehen, welche sich südwärts derBergkette von Pacaraymo, gegen die Mündung vom Rio Brancoausdehnen. Siehe oben, Th. 5 , S. 688 , 751.