Band 
Fünfter Theil.
Seite
86
JPEG-Download
 

86

Buch IX.

drangularis) aufsteigende Saft hatte 38° bey 4 l0 ? dieseWärme gab ein Thermometer an, dessen Kugel ich inden fleischigen und saftigen Stamm der Cactus einsenkte.Diese innere Temperatur eines Gewächses ist das zusam-mengesezte Ergebnifs der Wärme des Sandes, worin diePflanze wurzelt, der Temperatur der äufseren Luft, derBeschaffenheit der Oberfläche des den Sonnenstrahlenausgesezten Stammes, seiner Verdünstung und der Lei-tungskraft des Holzes.' Somit sind es sehr mannigfacheUrsachen, welche zusammenwirkend die Erscheinunghervorbringen. Das Kalkgebirg vom Barigon, welchesder grofsen kalkartigen Sandstein- oder Bresche-Forma-tion von Cumana angehört *), enthält fossile Conchy-lien, die eben so vollkommen gut erhalten sind, wiediejenigen der übrigen Tertiär-Kalkgebirge in Frankreich und Italien . Wir haben davon, für das königliche Kabi-net in Madrid , Stücke abgeschlagen, welche Austerscha-len von acht Zoll Durchmesser, Kamm-Muscheln, Venus-muscheln und Polypen - Steingebäude enthielten. Ichmöchte solche Naturforscher, die in Kenntnifs der Fos-silien bewanderter sind, als ich damals war, ein-laden, diefs bergigte Küstenland sorgfältig zu untersu-chen. Sein Zugang ist leicht für europäische Schiffe,die nach Cumana, Guayro und Curassao bestimmt sind.Es wird nicht unwichtig seyn zu erforschen, ob einigeArten dieser versteinerten Conchylien und Zoophytennoch gegenwärtig in dem Antillenmeer leben, wie diefsHr. Bonpland dafür hielt, und wie es auf der Insel Ti-mor und vielleicht auch auf der Grande Terre von Gua-deloupe der Fall ist. Am 4- November, um ein Uhrnach Mitternacht, giengen wir unter Segel, um dienatürliche Alaunmine aufzusuchen. Ich hatte die Seeuhr

*) Th. i, 9 . 5*i bi» Ende; Th. », S. i bis n.