Kapitel XX VI. 247
den Längenthäler, welche diese Glieder trennen, bildendie Wasserbecken der Magdalena und des Rio Cauca .Der östliche Zweig der Cordilleren neigt sich nordöst-lich, und verbindet sich durch die Berge von Pamplunaund la Grita init der Sierra Nevada de Merida und mitder Küstenkette von Venezuela . Die mittleren und west-lichen Zweige, die von Quindiö und vom Choco,vereinbaren sich in der Provinz von Antioquia , zwischen5° und 7 0 der Br., und bilden eine sehr ansehnlichbreite Berggruppe, die sich durch Falte de osos undyllto del Viente gegen Cazeres und die obern Savanenvon Tolü hin verlängern. Mehr westlich, im Choco delNorte , am linken Ufer des Atrato, erniedrigen sich dieBerge dermafsen, dafs sie zwischen dem Goll von Cu-pica und dem Rio Naipi gänzlich verschwinden. Es soll-ten die astronomische Lage dieser Landenge und dieDistanz der Ausmündung des Atrato von seiner Verein-barung mit dem Rio Naipi genau ausgemittelt wer-
im Gebirge von Torä, westwärts von Calima, bedeutend An-steigen. (_Pombo, de las Quinas , p. 67.)
*) Die Erdbeschreibung dieses Theils von America , zwischenden Mündungen des Atrato, dem Kap Corientes , dem Cerrodel Torä und Vega de Supia, befindet sich im beklagenswür-digsten Zustand. Ocstlicber erst, in der Provinz von Antioquia ,gewähren die Arbeiten von Don Jose Manuel Restrepo eineAnzahl Puncte, deren Lage astronomisch ausgcmittelt ist. VonCupica bis zum Cap Corientes werden, zu Lande , 1 2 bis 1 4(?) Seemeilen gerechnet. Von Quibdo (Zitara), wo der l’e-niente Gobernador residirt (denn der Corregidor wohnt inPiovita), werden 7 bis 8 Tage Schiffahrt erfordert, um an dieMündungen des Atrato zu gelangen. Ein allen neueren Karten(mit Ausnahme der von Ilrn. Talledo) gemeiner Irrthumbesteht darin , dafs Zitara zu weit nordwärts gerückt ist, ent-weder an die Mündung des Atrato selbst, oder an seinen