Band 
Fünfter Theil.
Seite
275
JPEG-Download
 

275

Kapitel XXVL

erhebt sich über das Südmeer um so viel, als der ganzeFall des Rio San Juan auf eine Länge von 3o Meilenbeträgt: die Erhöhung dieses Wasserbeckens ist im Landeauch so wohl bekannt, dafs sie vormals für ein unüber-steigliches Hindernifs der Ausführung des beabsichtigtenKanals gehalten ward. Man besorgte entweder einenungestümen westlichen YVasserabflufs, oder eine Abnahmeder Gewässer im Rio San Juan, welcher, in der trocknenJahrszeit, oberhalb des alten Castillo de San Carlos *), ziem-lich gefährliche reilsende Strömungen darbietet. Die Kunstder Bau - Ingenieure ist heutzutage so weit vervollkommnet,dafs man vor solchen Gefahren nicht mehr erschrickt.D er Nicaragua - See mag als oberes Wasserbecken die-nen, wie im kaledonischen Kanal der See Oich, und mittelstordnender Schleusen wird in den Kanal nur so viel Was-ser übergehen, als er für seinen Unterhalt bedarf. Dergeringe Unterschied des Niveau zwischen dem Antillen -

nach Leon gehen, welche im Golf von Ponseca oder Amapala,im Hafen von Conchagua ausgeladen werden.

Diefs, von den Engländern im Jahr i 665 eroberte Fortinwird gewöhnlich el Castillo del Rio San Juan genannt NachHrn. Juarros Angabe stund es zehn Meilen vom östlichen Endeder I.aguna de Nicaragua entfernt. Ein anderes Fortin wardim Jahr 1671 auf einem bey der Ausmündung des Flusses ste-henden Felsen erbaut. Dasselbe wird gewöhnlich mit demNamen Presidio del Bio de San Juan bezeichnet. Bereitsschon im i6ten Jahrhundert hatte der Desaguadcro de lasLagunas die Aufmerksamkeit der spanischen Regierung beschäf-tigt, welche an Diego Lopez Salcedo den Befehl zu Gründungder Stadt Nueva Jaen am linken Ufer des Desaguadero oderRio San Juan erliefs ; allein diese sowohl als die Stadt Brüssel ( Braselas ) in der Nähe vom Golfe Nicoya wurden bald wie-der verlassen. Die Ufer des Rüo San Juan sind, beym gegen-wärtigen Mangel aller Kultur, sehr ungesund.