Band 
Fünfter Theil.
Seite
350
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Buch IX.

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Sie haben öfter« ein seltsames Aussehen, und in einem von Ueber-lieferungen völlig entblöfsten Land stellen sie sich unsrer Phan-tasie auf ähnliche Weise dar, wie jene Ueberbleihsel von Thierender Urwelt, die unter der Erde begraben zu den Formen der jezt-lebenden Thiere Contraste bilden. ^

Die europäische Civilisation, so wie überhaupt jede fremdevon Aufsen eingebrachte (importee) Civilisirung, steigt flufsauf-wä'rts; eine einheimische Civilisirung hingegen flufsabwärts, vviedie Geschichten der Völker vom Indus, vom Ganges, vom Euphrat ,vielleicht selbst auch vom iNil darthun können Es liegt aufserZweifel, dafs, früher als die barbarischen Morden, welcheheutzutage die Wälder von Guiana bewohnen, andere in der Kul-tur etwas vorgerücktere Volksstämme in diesen Landschaften wohn-ten , von denen die symbolischen Figuren auf den Felsen herrüh-ren. Diese bemalten Felsen (roches peintes ) bilden eine eigen-thümliche Zone zwischen dem Atabapo und dem Cassiquiare, zwi-schen den Quellen des Essequebo und des P>io Branco, zwischenUruana und Cabruta , wo die tamanakschen Ueberlieferungen, dieSiindflutlf von Amalivaca betreffend , mit den in Granit gehauenenBildern übereinstimmen. CTh. 4, S. 522.) Zwischen den Wende-kreisen, wie in den gemäfsigten Erdstrichen, ostwärts der Anden,wie ostwärts des Felsengebirges , in dieser langen Keihe von Völ-kern, welche nacheinander die Ebenen durchzogen haben, warein schwacher Schimmer der Kultur der Barharcy vorangegangen,welche die europäischen Kolonisten beym Uebergang der Alleghanisoder der Gestade Vom Unter-Orenoko daselbst angetroffen hatten.In Guiana ist, der Täuschungen Von Balegh und Kaymis unerach-tet, biy dahin nie irgend eine Spur eines steinernen Gebäudes an-getroffen worden 1 Wären die Völker vom Orenoko sich selbst über-lassen geblieben, so würde die Civilisirung von Peru und derHochebene von Neu - Grenada , so wie der Reiche vom Incaund Zaque, ostwärts vorgerückt seyn, dem Laufe des Caqueta ,des Bio Negro und des Meta folgend, (Th. 4) S. qo5, 7 5 2 );allein diese Bewegung einer einheimischen Kultur wäre viel lang-samer gewesen, als die der fremden Kultur.

Ich weifs wohl, dafs ziemlich allgemein diese Sprachen, diekeine Literatur haben, verächtlich angesehen (.inculti sermonis