Band 
Fünfter Theil.
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Kapitel XXKf.

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hat 58,909 Geyicrtmeilen Fläche zwischen den Parallel,kreisen vom Kap Pilar und vom nördlichen Choco. Umsich von der Mannigfachheit der Gebirgsarten, die die-ser Raum darbieten bann , einen Begriff zu machen, sollman sich erinnern, dafs die Pyrenäen , den Berechnun-gen des Hrn. Charpentior zufolge"), nur 768 See-Ge-viertmeilen belassen.

Der Name der Anden, in der Quichua - Sprache(Incas - Sprache), welcher die Consonanlen d, j und gmangeln, Antis oder Anle , däucht mir vom peruvia-nischen Wort Anta herzukommen, welches Kupfer undMetall überhaupt bedeutet. Noch jezt sagt man Anlct-chctcra , Kupfermine; Antacuri , goldhaltiges Kupfer;pnca anla , Kupfer oder rothes Metall. So wie die Gruppeder Altai - Berge * **), in türkischen Dialecten, ihren Na-men von dem Worte Altor oder Altyn (Gold) erhielt,so mufsten die Cordiileren den Namen Kupfer - Gegendoder Anti-Sayn erhalten, wegen Reichlhum desjenigenMetalls, das die Poruvianer für ihre Gcräthschaftcn ge-brauchen. Der Inca Garcilasso, der Sohn einer pciu-vianischen Prinzessin, welcher mit liebenswürdiger Ein-fachheit die Geschichte seines Vaterlandes in den erstenJahren nach der Eroberung beschrieben hat, liefert keineEtymologie des Namens der Anden. Er sezt einzig nurAnli-Suyu oder die Region der mit ewigem Schneebedeckten Gipfel (ri/wcca) den Ebenen oder Ynncasydas will sagen, dem niederen Lande von Peru entgegen.Ich glaubte, die Etymologie der längsten Kette desErd-»

®) ISaho an lioo französ. G. M. Siehe Essai sur les Fyre-nees, p. 6 .

**) Klaprothi Asia polyglotte, p. 211. Dafs die Völkerschaftder Antis ihren Kamen den Bergen von Peru ertheilt habensollte, kömmt mir minder wahrscheinlich vor.

Ater. f. Humboldt! hltt. Reisen, y, 26