Band 
Fünfter Theil.
Seite
466
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B n c h IX.

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Sees von Valencia 'oder der Falles de Aragna; ostwärts,das Becken von Caracas und vom Rio Tuy. Die Grund-fläche des ersten dieser Becken ist 220 Bis a 5 o Toisen,die des zweyten 46° Toisen über der Wasserfläche desAntillenmeers erhöhet. Aus diesen Messungen erhellet,dals von den zwey Längenthälern, welche die Küsten-Cordillere enthält, das westlichere tiefer liegt 5 währendin den nahe gelegenen Ebenen vom Apure und vornOrenoko die Senkung des Bodens von West nach Oststattfindet: man darf aber nicht vergessen, dafs das be-sondere Verhältnifs der Grundfläche beyder Becken, diedurch zwey parallele Gebirgszweige eingefafst sind, einevon Verhältnifs und Begründung des allgemeinen Reliefseiner Landschaft ganz unabhängige und örtliche Erschei-nung ist. Das östliche Becken der Cordillere von Vene-zuela ist nicht gleich dem Becken von Valencia geschlos-sen. Im Knoten der Berge von Las Cocuyzas und vomHiguerole bilden sich, durch die östliche Verlängerungder Serrania de los Teques und Oripoto, zwey Thäler,die des Rio Guayre und des Rio Tuy. Im ersleren istdie Sta^t Caracas gelegen, und beyde vereinbaren sichunterhalb von Caurimare. Der Rio Tuy durchströmtdas übrige Becken, von West nach Ost, bis zu seinernordwärts der Berge von Panaquire gelegenen Ausmün-dung.

Am Kap Codera scheint sich die nördliche Reihen-folge der Küstenberge von Venezuela zu endigen j es istaber die Unterbrechung nur scheinbar"). Die Küstebildet, ostwärts, auf 35 Seemeilen Länge, eine sehrweite Bucht, in deren Hintergrund sich die Ausmiin-dung des Rio Unare und die Rhede von Nueva- Barce-lona befindet. Anfänglich der Richtung von West nach Ost,

*) Th. 1 , S. 52 2.