467
Kapitel XX Fl.
in der Parallele von io" 67' folgend, weicht die Küsteeinwärts bis zur Parallele von io° 6', und nimmt wieder ihrealle Richtung (io° 37' —io° 440 vom westlichen Endtheilder Halbinsel Araya bis zu den östlichen Endtheilen derMontanna de Paria und der Insel Trinidad . Aus dieserLage der Küsten ergibt sich, dafs die Reihenfolge derBerge, welche das Küstenland der Provinze^ von Cara-cas und von Barcelona begrenzt zwischen den Meridianenvon 66° 3 z' und 68° 2g', und die von mir südwärts derBucht von Higuerote und nordwärts der Llanos *) vonPao und von GaChipo ist beobachtet worden, als eineFortsetzung des südlichen Gel/irgsziveigs von Venezuela mufs betrachtet werden, und däfs dieselbe westwärtssich mit den Sierras von Panaquire und von Ocumarevereinbart. Man darf demnach sagen, es bilde zwischendem Kap Codera und Coriaco der Gebirgszweig des Bin-nenlandes die Küste selbst. Diese Reihenfolge von Ber-gen, die von der Ausmündung des Rio Tuy bis zuder des Rio Neveri sehr niedrig und oft unterbrochenerscheint, erhöhet sich ostwärts von Nueva-Barcelonabeynahe plötzlich, anfangs in den Felsen - Eilanden derChimanas**) und hernach im Cerro del Berganlin, wel-cher wahrscheinlich über 800 Toisen Höhe hat, dessenastronomische Lage und genaue Höhe jedoch gleichfallsnoch unbekannt sindIm Meridian von Cumanakömmt der nördliche Gebirgszweig (der vom Kap Co-dera und von der Silla de Caracas ) wieder zum Yor-
e ) Th. 2, S. 324; Th. 5 , S. 49, 61.
**) Th. 2, S. 5 o 6 ; Th. 5 , S. 77.
S88 ) Th. 1, S. 472; Th. 2, S. Ol. Der Pic von Cumana-coa, welchen die schönen Karten des Deposito hidrogroficovon IMadrit unter io° 7' Br. stellen, ist vielleicht der Tun-miquiri: denn die Stadt Cumanacoa hegt, meinen Beobach-tungen zufolge, unter 10" i6' 11“.