Band 
Fünfter Theil.
Seite
470
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Buch IX.

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wandeln auf diese Art eine 25 Meilen breite Lftwclschaft,worauf nicht einmal Hügel von etlichen Fufs Höhe an-gelroffen werden, in ein Gebirgsland.

Betrachtet man die Insel Marguarita, die wie dieHalbinsel Araya, aus Glimmerschiefer besteht und mitder lezterrf vormals durch den Morro de Chacopata unddie Inseln Coche und Cubagua *) verbunden war, sowird man geneigt, in den zvvey Berggruppen des Maca-nao und der Vega de San Juan die Spuren eines drit-ten Gebirgszweigs der Küsten-Cordillere von Venezuela zu erblichen. Diese zwey Gruppen der Marguarita - Insel,von denen die westlichere über 600 Toisen Höhe hat 0 *),

Materialien gebraucht. Die Quelle dieses Irrthums, welcherschon bey INicolosio, Sanson (1669) und bey de l’Isle (1700)angetroffen wird, mufs der Sitte der frühesten americanischenErdbeschreiber zugerechnct werden, nach der sie die Breitender Anden von Peru und von IN'eu ■ Grenada übermäfsig aus-dehnten und dieselben dermafsen östlich yorrüchten, dafs Quito zuweilen in den Meridian von Cumana (Th. 4, S. 744) zustehen ham. Auf solche Weise fanden sich die Steppen vonVenezuela mit Bergen bedeckt, welche die Grappe von laParime mit den Gebirgszweigen des Küstenlandes von Caracas vereinbarten. De l’Isle zeichnet das Thal von Sayma in dieINiibc der Bergreiben, welche Sanson in der Bichtung von(Nord nach Süd, von Barcelona zum Orenoko dargestellt hat-te, woraus erhellet, dafs er einige dunkle Vorstellung von dendurch Chaymas - Indianer bewohnten Bergen von Caripe be-safs. D’Anviile zeichnet, in Gemafsheit systematischer Ideenüber den Ursprung der Flusse, einen Grath zwischen die Quel-len des Unare, des Guarapiche, des Pao und des Manapire.(Th. 5 , S 255 .) Daran hielt man sich bis auf unsere Tage,und selbst Surville wagte davon nicht abzuweichen in derHarte, die er für das Werk des Pater Caulin geliefert hat.

*) Siehe Tb. 5 , S. 84.

**) Th. 1, S. 336 .