Band 
Fünfter Theil.
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Kapitel XXVI.

ist? Die Guayqueries- Indianer und überhaupt alle Be-wohner der Küsten von Cumana und Barcelona-sind derMeinung, es vermindere sich das Wasser der Untiefenmit jedem Jahr: sie glauben, nach Jahrhunderten werdeder Morro deChacopata, auf der Halbinsel Araya, durcheine Erdzunge mit den Inseln Lobos und Cocho ver-einbart seyn. Das partielle Rückschroiten der Gewässeran den Küsten von Cumana* *) liegt aufser Zweifel, undzu verschiedenen Zeiten ist, in Folge von Erdbeben,der Meeresgrund emporgehoben worden **); aber etwasganz Verschiedenes von diesen örtlichen Erscheinungen,deren Erklärung durch die Wirkung vulcanischer Kräfte,durch Veränderungen in der Richtung der Strömungenund durch die davon unzertrennlichen Wasserschwellun-gen an sich schon schwer hält, sind die Wirkungen,die sich gleichzeitig über mehrere Hundert Geviertmeilen ausdehnen.

8. Gruppe der Berge von Parime. Fürdie mineralogische Erdbeschreibung ist es Bedürfnifs,den Umfang der Berge, welche zusammen ein Systembilden, mit einem einzigen Worte bezeichnen zu kön-nen. Dafür mag man nun entweder einen Namen, wel-cher nur einer einzelnen Gruppe angehört, auf die ganzeKette ausdehnen, oder eine Benennung gebrauchen, die,ihrer Neuheit wegen, zu keinen Verwechslungen desGleichlauts Anlafs geben kann. Es ist bekannt, wie vieleVerwirrung und Dunkelheit in die Orographie des inne-ren Asiens gebracht ward, durch den Eigensinn, wo-

e ) Th. j, S. i5 7 .

* a j Th. 1 , S. 484- Man vergleiche auch Bolingbro&e, f^oyageto Demerary , p 201 . In Schweden und auf den Molulilien-

Inseln wird die Vorstellung einer fortschreitenden und beständigen Erhöhung de» Landes gleichfalls angelroffen.