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Kapitel XXFI.
Schaft gehört zu den noch unbekanntesten des südlichenAmerica; sie ist theils mit dichtem Wald, theils mitSavanen bedeckt; ihre Bewohner sind unabhängige In-dianer, und die Schiffahrt auf den sie durchströmendenFlüssen ist um der häufig vorkommenden Klippen undWasserfälle willen gefährlich.
Das System der Berge von Parime trennt die Ebe-nen des untern Orenoko von den des Rio-Negro unddes Amazonenstroms; das von ihm besezte Land bildeteine Trapezoide und liegt zwischen den Parallelen von3° und 8 ° und den Meridianen von 6 .° und 70 01 /'.. Ichgebe hier nur die Grenzen der höchsten Gruppe an, dennwir werden bald sehen, dafs, nach Süd-Ost hin, dasBergland, allmählig gesenkt, sich dem Aequator, wiedem französischen und portugiesischen Guiana , nähert.Die Sierra Parime dehnt sich am weitesten in der Rich-tung N. 85 W. aus; und die partiellen Aesle, in diesie westlich sich theilt, behalten ziemlich allgemein diesenämliche Richtung. Er ist nicht so fast eine Cordillereoder zusammenhängende Kette, in dem Sinne, in wel-chem dieser Name den Anden und dem Kaukasus ertbeiltwird, als vielmehr eine unregelmäfsige Gruppe von Ber-gen, die durch Ebenen und Savanen von einander ge-sondert sind. Jch habe den nördlichen, westlichen undsüdlichen Theil der Sierra Parime besucht, die, durchihre Lage und ihre über 25 ,000 Geviertmeilen betra-gende Ausdehnung, der Vergessenheit, worin sie solange versunken war, entzogen zu werden wohl ver-dient. Vom Zuflufs des Apure bis zum Delta des Ore-noko bleibt sie beständig 3 bis 4 Meilen vom rechtenUfer des grofsen Stromes entfernt. Nur etliche Gräteoder Felsen von Granit - Gneis, Hornsteinschiefer undGrünstein stehen bis ins Bett des Orenoko vorgerücktund verursachen die Rapides vom Torno und von der