Band 
Fünfter Theil.
Seite
503
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Kapitel X&f'I.

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Cordillere de Lapa, von der Villa do Principe bis zumMorro de Gaspar Suares verspürt

Wir haben zwey ungefähr parallel laufende Berg-ketten nachgewiesen , von denen die längere jedoch (diedes Küstenlandes) die niedrigere ist. Die HauptstadtBrasiliens ist auf der Stelle gelegen, wo beyde Kettenostwärts der Serra de Mantiqueira, einander am näch-sten stehen, und, wo nicht durch einen wirklicher»Quergrat, doch immerhin durch ein bergiges Land Zu-sammenhängen. Vormaligen älteren systematischen Be-griffen zufolge, welche man über die Erhöhung derBerge nach Mafsgabe ihres weitern Vorrückens im Inne-„nern eines Landes gehegt hatte, war auch angenommenworden, es sey in der Capitania de Mato Grosso eineCentral-Cordillere vorhanden, ungleich viel höher alsdie von Villarica oder do EpinhaQO : nunmehr aber weifsman (und climaterische Umstände bestätigen es), dafswestwärts vom Rio San Francisco , auf den Grenzen vonMinas Geraes und von Goaz, genau gesprochen, garkeine zusammenhängende Kette vorkömmt. Es findetsich daselbst einzig nur eine Gruppe von Bergen, derenculminirende Puncte die Serras da Canastra (südwestlichvon Paracatu) und da Marcella (Br. i 8°'/ 3 und 19 0 , 10),und, mehr nördlich, die von Ost nach West gerichte-ten Pyrineos sind (Br. 16 0 io' zwischen Villaboa undMejaponte). Diese Gruppe der Berge von Goyaz ist es,•welche Hr. von Eschwege die Serra dos Verlenles ge-nannt hat, weil sie die Wasserscheide bildet zwischenden südlichen Zuflüssen des Bio Grande oder Parana undden nördlichen des Bio Tucantines. Sie verlängert sichsüdwärts über den Rio Grande (Parane) hinaus, und

°) Apercu (Tun voyage au Bresil, p. 5, Bsckviege , S. 5,39 — 5o , und oben Th. 4 , S. 749 5 Th. 5 , S.