Kapitel XKf^I. öig
zu verwechseln, was beym wirklichen Zustand des Erd-balls über und unter der Wasserfläche steht. Ich habebereits anderswo gezeigt, wie sehr das neuerliche Zu-sammentreffen der Epochen der Erderschütterungen inCaracas und an den Ufern des Mississipi, des Arkansas und des Ohio*), die geologischen Ansichten rechtfertigt,denen nach als zu einem gemeinsamen Becken gehörendangesehen werden die Ebenen, welche südwärts durchdie Cordillere des Küstenlandes von Venezuela , ostwärtsvom Alleghanigebirg und den Vulkanen der Antillen ,westwärts durch die Felsen-Berge (mexicanischen Anden)und die Reihenfolge der Vulkane von Guatimala begrenztsind. Das Becken der Antillen bildet, wie wir schonbemerkt haben, ein Mittelmeer mit mehreren Ausgan-gen, dessen Einflufs auf die politischen Schicksale desneuen Festlandes, theils auf seiner centralen Lage, theilsauf der grofsen Fruchtbarkeit seiner Inseln beruht. DieZugänge des Beckens, von denen die vier gröfsten *'*)75 Millen Breite haben, sind alle ostwärts gelegen, ste-hen nach Europa hin offen, und werden von den Strö-mungen der Tropenländer durchzogen. So wie man inunserm Mittelmeer die Spuren von drey alten Beckenerkennt, aus der Nähe vonRhodes, von Scarpento, vonCandia und Cerigo , und hinwieder aus der vom CapSorello in Sicilien, von der Insel Pantelaria und demCap Bon in Africa; so scheint gleichfalls auch das Be-cken der Antillen , welches gröfser ist als das Mittel-