Band 
Fünfter Theil.
Seite
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Buch IX.

seines Bodens und der Verschiedenheit seiner Bcstand-theile, der Aufeinanderfolge seiner Felsarten, der Rich-tung und Senkung der Schichten beschäftigen. Dieselezleren sind es, die in der zweyten und dritten Ab-theilung dieser Denkschrift dargestellt werden sollen.Hinsichtlich auf das Relief und die Verzweigungen derUnebenheiten der Bodenfläche ist die eine Hälfte derMondkugel uns gegenwärtig fast genauer bekannt, alsdie eine Hälfte der Erdkugel, und die Geologie der For-mationen , welche der physicalischen Astronomie, wennsie gefährliche Abwege vermeiden will, jederzeit unzu-gänglich bleiben wird, macht nur höchst langsame Fort-schritte, selbst in Ländern, die Europa zunächst gele-gen sind.

Wirft man einen allgemeinen Blick auf die geologischeBeschaffenheit (Constitution) einer Bergkette, so lassen sichfünj Pachtungs-Elemente (elemens de direction) unterschei-den, die nur allzuhäufig in Werken der Geognosie undder physischen Erdbeschreibung sind verwechselt wor-den : "

a) Die Längen-Achse der ganzen Kette;

ß) die Linie der Wasserscheide ( divortia aqna-rum') ;

y) die durch die Maxima der Höhe gehende Gie-bellinie;

S) die Linie, welche zwey' übereinander liegendeFormationen wagerecht trennt;

f) die Linie, welche den Spalten der Schichtungenfolgt.

Diese Unterscheidung wird um so nothwendiger, dawahrscheinlich keine Kette auf dem Erdball voi’handenist, die einen vollkommenen Parallelism aller dieserRichlungs-Linien darbietet. In den Pyrenäen , zumBeyspiel, treflen a, ß, y nicht zusammen; hingegen