li n p i t e l XXri.
541
8 und e (das will sagen, die verschiedenen Formations-Streife, welche auf einander folgend zu Tage kommen,und die Richtung der Schichten) sind offenbar parallelmit a oder mit der Richtung der Gesammt-Kelte °).Der volikommne Parallelism zwischen a und £ wird inden entferntesten Thcilen des Erdballs so häufig wahr-genommen , dafs man annehmen darf, die Ursachen,welche die Richtung der Achse bestimmten (den Winkel,unter welchem diese Achse den Meridian durchschnei-det), seyen ziemlich allgemein mit den Ursachen verbun-den, welche die Richtung und Einsenkung der Schich-ten begründet haben. Diese Richtung der Sthichteiiselbst ist unabhängig von der der Formations - Streifenoder ihrer sichtbaren Grenzen auf der Oberfläche desBodens : die Linien 8 und £ kreuzen sich einander zu-weilen , selbst auch wenn eine derselben mit a zusam-mentriß't, oder mit der Richtung der Längenachse derGesammt-Kette. Ohne von den Verhältnissen der vor-gedachten Pacht angs- Linien einen klaren Begriff zuhaben, vermag man weder das Relief eines Landes aufeiner Karte genau darzustellen, noch die irrigsten An-sichten über Lagerung und Aufeinanderfolge (Superpo-sition) der Gebirgsarten zu vermeiden.
In demjenigen Theil vom südlichen America, wel-cher der Ilauptgegensland dieser Denkschrift ist, und
*) In den Pyrenäen ist die Richtung der Längenachse (a)und die der Formationen ( 5 ), die der Reihe nacliwie lange Streifen zu Tage kommen, IS. 68°—70“ W.Weil aber die Linie der Maiima der Hohen (?) mit derAchse (o) nicht parallel läuft, so folgt, gemiifs den treif-lichen Beobachtungen der Herren Palassou, Ramoml undCharpcnticr, dafs die Linie nothwendig durch sehr un;gleiche Formationen gehen mufs)
(