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Kapitel Xy.Vl.
Gruppen ist, wie wir oben schon bemerkt haben, ge-meinsam eigen, der Mangel eines wahrhaften Systemsvon Secondar-Gebirgsarten. Irn einen wie im andernwerden nur einzelne Bruchstücke von Sandstein oderkieselartigen Conglomeraten angetroffen. In der Cordil-lere des Küstenlandes von Venezuela *') sind die Granit-Formationen nochmals die vorherrschenden; ostwärtsjedoch mangeln sie, hauptsächlich im südlichen Gebirgs-zweig, wo (in den Missionen von Caripe und ringsumden Golf von Cariaco) eine grofse Anhäufung von Se-condar und Tertiär-Kalk-Gebirgsarten vorkörnmt. Vonder Stelle ausgehend, wo die Cordillere des Küstenlan-des sich den Anden von Neu-Grenada anschliefst (Länge7i 01 / 2 ), finden sich anfangs die Granitberge von Aroaund von San Felipe, zwischen den Flüssen des Yaracuiund des Tocuyo**). Diese Granitformationen dehnen sichostwärts zu beyden Seiten des Beckens der Aragna-Thä-ler aus; in dem nördlichen Gebirgszvveig bis zum CapCodera, im südlichen Gebirgszweig bis zu den Bergenvon Ocumare ( [Atlas Savanas ). Nach der bedeutsamenUnterbrechungj welche die Cordillere des Küstenlandesin der Provinz von Barcelona erleidet, zeigen sich dieGranitfelsen neuerdings wieder auf der Marguarita- Inselund im Isthmus von Araya, sie dehnen sich vielleichtvollends aus bis zu den Bocas del Drago ,■ hin»eo-enöstlich dem Meridian vom Cap Codera ist der nördlicheGebirgszweig einzig nur granitisch (Glimmerschiefer);
") Ucber diese Grenzen und ihre Abtheilung vergl. Th. 5 ,S. 459 — 475.
**) Handschriftliche Noten des Generals Cortes: meineeigenen Beobachtungen fangen erst im Meridian vonl’orto - Cabclio an (L. 70° 37'), und endigen bey demvom Cerro de Meapire (L. 65 ° 5 i'), nahe bey Cariaco;