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Buch IX.
welcher südlich vom Amazonenstrom, westlich vom Me-ridian der Schneegebirge ^Sierra Nevada ) von Meridabegrenzt wird, stellen die verschiedenen Streifen oderZonen der Formationen ( 5 ), sich merklich parallel darmit den Längenachsen (a) der Bergketten und der zwi-schen inneliegenden Becken oder Ebenen. Im Allgemei-nen Iäfst sich sagen, die graniiisc/te Zone, (wenn unterdiesem Namen die Granit-, Gneis - und Glimmerschiefer-Felsarten verstanden werden), folge der Richtung derCordillere des Küstenlandes von Venezuela , und sie ge-höre ausschliefshch dieser Cordillere und der Gruppe derBerge von Parime an, iveil sic in den L.lanos oder imBecken vom Unter-Orenoko nirgends aus den Secondar-oder Tertiär - Formationen zu Tage kömmt. Daraus folgt,dafs es nicht die nämlichen Formationen sind, welchedie Begion der Ebenen und die der Berge bilden.
Wenn thuniich scyn könnte, die Structur der gan-zen Sierra Parime dein ansehnlichen Theile nach zubeurtheilen, welchen ich davon unter f> Graden der Längeund 4 Graden der Breite erforscht habe, so wäre anzu-nehmep, es bestehe dieselbe ganz aus Granit - Gneis:ich habe darin einige Schichten von Grünstein und vonHornsteinschiefer, hingegen weder Glimmerschiefer, nochThonschiefer, iiö-'h Lager von körnichtem Sandsteinwahrgenommen, obgleich mehrere Umstände das Da-seyn der ersten dieser Felsarten östlich von Maypuresund in der Kette von Pacaraina sehr wahrscheinlich ma-chen. Die geologische Beschaffenheit der Gruppe vonParime ist somit noch einfacher, als die der brasiliani-schen Gruppe, worin Granit, Gneis und Glimmerschie-fer mit Thonschiefer, Chlorit - Quarz (Itacolumite), Grau-wacke und Uebergangskalk 0 ) bedeckt sind; aber beyden
•) Siehe meinen Essai sar le gisement des Boches, p. 96,und Eschwege , geogn. Gemälde , S. 7 , 17, 2 1.