Band 
Fünfter Theil.
Seite
559
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Kapitel XXVI.

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Tage kommen, bekannt gemacht. Wir müssen nun an-noch die Natur und das verhältnifsmäfsige Alter dieserFormationen kürzlich angeben. Um nicht die T/uilsd -chen mit geognostischen Meinungen zu vermengen, willich diese Formationen, ohne sie zu trennen, der all-gemein angenommenen Norm zufolge, nach den fünfGruppen des Urgebirgs, des Uebergangs-, Secondar-,Tertiär- und vulcanischen Gebirges beschreiben. Ichwar so glücklich, die Urbilder von jeder Gruppe ineiner Landschaft aufzufinden, wo vor meiner Reise nochüberall keine Gebirgsart war benennt worden. Die älte-ren Classificationen haben den grofsen Nachtheil, dafssie den Geologen zwingen, scharfe Abschnitte selbst dazu machen, wo er im Zweifel ist, wenn nicht überdie Lagerung oder das unmittelbare Aufeinanderliegen,wenigstens doch über die Zahl der nicht entwickeltenFormationen. Wer mag, unter mancherley Umständen,über die Verwandtschaft entscheiden, die vorhanden seynkann, zwischen einem an Petrefacten sehr armen Kalk-stein, den Intermediär-Kalksteinen und dem Zechstein,oder zwischen einem, dem Urgebirg aufliegenden Sand-stein und einem bunten Sandstein oder Quadersandstein,oder endlich einem salzhaltigen Thon, dem englischenred marl und dem Steinsalz der italienischen Tertiär-Gebirge? Ueberlegt man die unermefslichen Fortschritte,welche die Kenntnifs der Lagerung der Gebirgsarten seitfünfundzwanzig Jahren gemacht hat, so wird man nichtsBefremdliches darin finden, wenn die Meynung, welcheich gegenwärtig über das relative Xlter der Forma-tionen des äquinoctialen America ausspreche, von derabweicht, die ich im Jahr 1800 vorgetragen habe. Wersich der Stabilität der Meynungen in der Geognosie rüh-men wollte, würde sich einer ausnehmenden Geistes-trägheit rühmen; es wäre diefs ein Stehenbleiben mitten