Band 
Fünfter Theil.
Seite
598
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Buch IX.

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Grenzen im Raume nach den climatischen Verschieden-heiten , die den gegenwärtigen Zustand der Vegetationunsers Planeten bestimmen. Die Geologie der organi-schen Körper hingegen ist ein Bruchstück der Geschichteder JSatur, das Wort Geschichte in seiner eigentüm-lichen Bedeutung genommen ; sie beschreibt die Erdbe-wohner nach der Zeilfolge. Die Gattungen und Artenkönnen in den Museen nachgewiesen werden; die Faunender verschiedenen filier hingegen, das Vorherrschenbestimmter Conchylien, die numerischen Verhältnisse,welche das Thierreich und die Vegetation einer Gegendoder einer Epoche bezeichnen, müssen im Anschauender Formationen selbst studirt werden. Ich habe längstschon wahrzunehmen geglaubt, dafs in den Tropenlan-den, wie in der gemäfsigten Zone, die einschaligenConchylien zahlreicher (den Arten nach) Vorkommen,als die zweyschaligen*). Durch dieses Uebergewicht derZahl bietet die fossile organische Schöpfung , unter allenBreiten, eine Aehnlichkeit mehr dar mit den Interlro-pical. Conchylien , die gegenwärtig im Meeresgründeleben. Wirklich hat Hr. Defrance, in einem an neuenund geistvollen Ansichten reichen Werke **}, nicht blosdiels Uebergewicht der Einschaligen in der Zahl derGattungen anerkannt; sondern es hat derselbe auch nach-gewiesen, dafs die 55 oo fossilen Arten einschaliger, zwey-schaliger und durch Scheidewände abgetheilter Conchy-lien, die in seinen reichen Sammlungen Vorkommen, sichin 3 o 66 einschalige, 2108 zweyschalige und 326 durchScheidewände abgesonderte theilen; so dafs die fossileneinschaligen zu den zweyschaligen sich verhalten = 3 : 2,

Essai geogn., p. 4 s*

•*} Tableau des corps organisis fossiles, 1824 , p. 5 1, uö.