Band 
Sechster Theil.
Seite
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Buch X.

als Verwalter, Landbesitzer oder Handelsleute vollkom.men geeignet waren, mir über den Zuwachs des öffent-lichen Wohlstandes Aufschlüsse zu geben. Vermöge desbesonderen Schutzes, womit das spanische Ministeriummich beehrt hatte, ward jenes Zutrauen völlig gerecht-fertigt , und ich schmeichle mir hinwieder auch, dasselbedurch meine gemäfsigten Grundsätze, durch vorsichtigesBenehmen und durch die Natur meiner friedlichen Arbei-ten verdient zu haben. Seit dreyfsig Jahren hat die spa-nische Regierung, in der Havannah selbst, die Kund-machung der bedeutsamsten statistischen Urkunden überden Zustand des Handels, der Landwirthschaft der Colonieund ihrer Finanzen nicht gehindert. Ich sammelte mirdiese Urkunden, und die Verbindungen, welche ich seitder Rückkehr nach Europa mit America unterhalten habe,machten es mir möglich, die auf Ort und Stelle gesam-melten Materialien zu vervollständigen. Ich habe, in Ge-sellschaft des Hrn. Bonpland, nur die Umgebungen vonHavannah, den schönen Thalgrund der Guines und dasKüstenland zwischen dem Batabano und dem Hafen vonJa Trinidad durchwandert. Wenn ich kürzlich die Ansichtder Gegenden und ihre aus einem von dem der übrigenAntillen völlig abweichenden Klima hervorgehenden Ei-genthümlichkeiten werde beschrieben haben, so will ichalsdann die Bevölkerungs- Verhältnisse der Insel, ihrenach der genauesten Küstenaufnahme berechnete Area,die Gbgenstände des Handels und den Zustand der Staats-einnahmen nachweisen.

Die Ansicht von Havannah an der Einfahrt des Hafensist eine der reizendsten und vorzüglicherweise pittoreskenunter allen, die nordwärts dem Aequator auf dem Küsten-lande des aequinoctialen America’s angetroffen werdenmögen. Zwar zeigt diese durch Reisende aller Nationenberühmt gewordene Gegend jenen üppigen Pflanzenwucht