Band 
Sechster Theil.
Seite
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Kapitel XXF1I1.

V

wohnt, die Insel Cuba und die Philippinen -Eylande als Zu-gehören (dependances) yon Mexico zu betrachten, die,in sehr ungleichen Entfernungen, östlich und westlichvon Vera-Cruz und von Acapulco , mit dem mexicanischenMutterstaate jedoch, welcher damals selbst auch eine euro-päische Colonie war, durch alle Bande des Handels, ge-genseitiger Hülfreichung und tief eingewurzelter Neigungverknüpft seyen. Die Zunahme des eigenthümlichenWohlstandes hat allmählig die pecuniären Unterstützun-gen entbehrlich gemacht, welche die Insel Cuba vommexicanischen Schatzamte zu beziehen gewohnt war.Vor allen andern spanischen Besitzungen hat diese Inselausgezeichneten Wohlstand erreicht, und seit den Un-ruhen auf S. Dpmingo ist der Hafen der Havannah zumRang der ersten Handelsplätze der Welt emporgestiegen.Ein glückliches Zusammentreffen politischer Verhält-nisse, die Mäfsigung, welche von den Kronofficieren be-wiesen ward, nebst dem Betragen der Einwohner, welchegeistreich und klug und für ihren Vortheil sehr regsamsind, haben der Havannah den ununterbrochenen Genufsdes freyen Tauschverkehrs mit dem Auslande gesichert.Der Douanen-Ertrag hat so Ungeheuern Zuwachs erhal-ten, dafs die Insel Cuba nicht nur ihren eignen Bedarfdamit zu decken vermag, sondern dafs sie darüberhinauch im Falle war, während des Kampfes zwischen demMutterlande und den spanischen Colonien des Festlandesbedeutende Summen an die Trümmer des Heeres, wel-ches in Venezuela gefochten hat, an die Garnison desSchlosses San Juan d’Ulua, und an die eben so kostbarenals meist unnützen Seerüstungen abzugeben.

Ich habe einen gedoppelten Aufenthalt in Cuba ge-macht, den einen von drey und den andern von anderthalbMonaten: ich hatte mich des Zutrauens von Personen zuerfreuen, die wie durch ihre Talente so durch ihre Lago