Kapitel XXVJU.
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Neger däucht ihnen unmöglich, und jede Aenderung, jededer dienstbaren Bevölkerung gemachte Einräumung ach-ten sie für Feigheit. Nichts hat Eile: die furchtbare Kata-strophe von St. Domingue ist nur eine Folge unverständi-ger Herrscher gewesen. Solche Täuschungen haften beyder grofsen Masse der Colonisten auf den Antillen, undstehen nicht minder auch jeder Verbesserung des Zustan-des der Schwarzen in Georgien und in den Carolinen ent-gegen. Die Insel Cuba mag eher als keine andere unterden Antillen dem grofsen Schiffbruche entgehen. Es zähltdiese Insel 455)000 freye Menschen und 260,000 Sclaven;durch Mafsnahmen, welche menschenfreundlich und klugzugleich sind, mag sie die allmälige Aufhebung der Scla-verei vorbereiten. Man darf nicht vergessen, dafs seitder Befreyung von Haiti bereits schon im Gesammt-Ar-chipel der Antillen mehr freye Neger und Mulatten alshingegen' Sclaven vorhanden sind. Die Weifsen, undhauptsächlich die Freygelassenen, welche mit den Weifsenleicht gemeine Sache machen mögen, erhalten auf der In-sel Cuba einen ungemein schnellen numerischen Zuwachs.Ohne die betrügliche Fortsetzung des Sclavenhandelswürde seit 1820 die Sclavenzahl bedeutend abnehmen.Wenn durch die Fortschritte der Civilisation und durchden festen Willen der neuen americanischen Freystaatenjener schändliche Verkehr gänzlich aufhört, so mufs dieAbnahme der Sclaven-Bevölkerung eine Zeitlang viel be-trächtlicher werden, um des Mifsverhältnisses willen zwi-schen beiden Geschlechtern und wegen der andauerndenFreylassungen; sie wird alsdann erst auf hören, wenn dasVerhältnifs zwischen Gehurten und Sterbefällen der Sclavensich also gebildet hat, dafs selbst auch die Wirkungen derFreylassungen sich compensirt linden werden. Bereitsschon machen die Weifsen und Freygelassenen beynahezwey Drittheilp der Gesammt-Bevölkerung der Insel aus,
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