Band 
Sechster Theil.
Seite
85
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Kapitel XXVIII.

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wahret scheint. Man vergifst, dafs die Zuckersiedereyen,deren manchen es an Arbeitern gebricht, und welche durchhäufige Nachtarbeiten die Neger erschöpfen, mehr nichtals ’/5 der Gesammtzahl der Sclaven befassen, und dafsdie Ausmittelung vom Quotient der Gesammt-Zunahme derBevölkerung der Insel Cuba zur Zeit, wo die Einfuhrschwarzer Africaner gänzlich auf hören wird, auf der-mafsen complicirten Elementen beruht, auf Compensatio-nen von so mannigfacher Art unter Weifsen, Freygelasse-nen und Sclaven-Arbeitern in den Zucker-, Caffee-oderTabak-Pflanzungen, unter den Sclaven der Pachthöfe fürViehzucht und unter den Sclaven, die als Hausknechteoder Handwerker und Tagelöhner in den Städten Diensteverrichten, — dafs man sich so traurigen Aussichten nichtüberlassen, sondern vielmehr die Zeit abwarten soll, wodie Regierungen sich zuverlässige statistische Angabenwerden verschafft haben. Die Art, wie die ältesten Zäh-lungen, z. B. die von 1775) mit Unterscheidung von Alter,Geschlecht, Race und den Verhältnissen bürgerlicherFreyheit veranstaltet worden sind, ist sehr lobenswerth.Die Vollziehungsmittel hingegen waren mangelhaft. Manfühlte, wie wichtig für die Ruhe der Einwohner seynmüsse, über die Reschäftigungen der Neger, ihre nume-rische Vertheilung in den Zuckerpflanzungen, Pachthöfenund Städten einzelne Angaben zu haben. Um dem Uebelzü begegnen, um öffentlichen Gefahren vorzubeugen, umeinem unglücklichen Menschenstamme Trost zu bringen,der mehr als man sichs eingestehen mag, gefürchtet wird,mufs die Wunde untersucht, es mufs ihr Umfang gekanntseyn; denn in dem mit Einsicht geleiteten Gesellschafts-körperfinden sich, gleich wie in den organischen Körpern,rettende Heilkräfte, die selbst bey sehr tief eingewurzel-ten Uebeln noch mit Erfolg zu benutzen möglich ist.

Für das Jahr 1811 (den Zeitpunkt, wo die Municipa*