Band 
Sechster Theil.
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Kapitel XXVIII.

Gomara zufolge,*) bereits schon im Jahr 1555 keineIndianer mehr auf Cuba angetroffen worden. Um sicheinen Begriff von der schwankenden Natur der Berech-nungen zu machen, die von den ersten spanischen Rei-senden und aus einer Zeit herrühren, wo man noch dieBevölkerung keiner einzigen Provinz der Halbinsel kann-te, darf man sich nur erinnern, dafs die Zahl der Ein-wohner, welche der Capitain Cook und andere Seefahrerder Insel Taiti und den Sandwichinseln**) zu einer Zeitgaben, wo die Statistik doch bereits schon sehr genaueVergleichungen darbot, von 1 zu 5 unter sich abwei-chen. Man begreift zwar, dafs die Insel Cuba , derenKüsten ungemein fischreich sind und der Boden ausneh-mend fruchtbar ist, mehrere Millionen jener nüchternenIndianer zu nähren vermögend gewesen wäre, die ohneGelüst nach Fleischspeise, den Mais, den Manioc und

•“) Hist, de las Indias, fol. XXVII.

**) Ueber die schnelle Abnahme der Bevölkerung auf dem Ar-chipel der Saudwichinscln seit Capifän Cooks Reise ver-gleiche man Gilbert Farguhar Mathison, Narrat. oj a visittoBraz.il, Peru and.the Sandw. Islands, 1825 p. 459. Wirwissen mit ziemlicher Zuverlässigkeit aus den Berichten derMissionarien, welche eine Umwandlung der Dinge in Taiti durch Benutzung der inneren Zwiste bewirkt haben, dafsder ganze Archipel der Gesellschaftsinseln im Jahre 1818mehr nicht als 13,900 Einwohner enthielt, von denen 8000Taiti angehörten. Wie soll man nun an die 100,000 glau-ben, die auf Taiti allein zur Zeit von Cooks Beise sich be-funden hätten. Der Bischof von Chiapa war nicht unbe-stimmter in seinen Werthungen der einheimischen Bevölke-rung der Antillen , als neuere Schriftsteller es hinsichtlich derBevölkerung der Gruppe der Sandwichsinseln sind, denensie bald 740,000 ( Hassel, hist. stat. Almanach fiir 1824. S.584), bald 400,000 (Ebenders. stat. Umrifs, 1824, lieft 3,p. 90-) geben. Nach Hrn. Freycinet enthält diese Gruppenur 264,000-