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Buch X.
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reren Familien geltend gemacht wurden, um von derRegierung kleine Jahrgehalte unter dem Yorwandeauszuwirken, dafs noch einige Tropfen von indischemoder Guanche-Blut in ihren Adern kreisen. Für dieAusmittelung der Bevölkerung von Cuba oder Haiti ,zur Zeit von Christoph Columbus , ist gar keine Mög- 1
liebkeit mehr vorhanden. Wer möchte, mit übrigens ^
sehr einsichtigen Geschichtschreibern annehmen, die InselCuba habe zur Zeit ihrer Eroberung im Jahre 1511eine Million Einwohner besessen, *) und von dieserMillion seyen im Jahre 1517 nur noch 14,000 übrig geblie-ben ! Alles, was von statistischen Angaben in den Schrif-ten des Bischofs von Chiapa angetroffen wird, ist vollWidersprüche; und wenn es wahr ist, dafs der ehrli-che Dominicanerordensmann Fray Luis Bertran, wel-cher durch die Encomenderos verfolgt **) ward, wie heut-zutage die Methodisten durch einige brittische Pflanzerverfolgt werden, bey seiner Rückkehr prophezeiht hatte: j
„die 200,000 auf der Insel Cuba befindlichen Indianerwürden als, Schlachtopfer europäischer Grausamkeit fal-len“, so müfste daraus mindestens sich folgern lassen,es sey die Race der Landeseingebornen zwischen denJahren 1555 und 1569 lange nicht vertilgt gewesen;***)dennoch aber wären (so grofs ist die Verwirrung beyden Geschichtschreibern jener Zeit) dem Zeugnifs von
*) Albert Hüne , historisch philosophische Darstellung des Neger -sclavenhandels, 1820, Th. 1. §. 157.
**) Siehe darüber merkwürdige Aufhellungen bey Juan deMarieta, Hist, de todos los Santos dt Espanna, Libro HII,p■ 174.
***) Man kennt mit Zuverlässigkeit nur die Zeit der Rückkunft(1569) von Fray Luis Bertran a San Lucar. Er erhielt diePriesterweihen im Jahr 1547. L. c. p. 167 und 175. (Ver-gleiche auch Patriota Tom. II, p. 51. )