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Kapitel XXVIII.
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denn im Jahre 1539 wurden in Lissabon * **) ) 12,000 Ne-ger eben so zum Kaufe ausgestellt, wie heutzutage(zur ewigen Schande des christlichen Europa ) der Scla-venhandel mit Griechen in Constantinopel und Smyrnat getrieben wird. In Spanien war der Sclavenhandel im
f löten Jahrhundert nicht frey; der Hof ertheilte däs Privi-
legium dazu, welches für das ganze spanische Americaim Jahr 1586 durch Gaspar de Peralta, im Jahr 1595durch Gomez Reinei, im Jahr 1615 durch Antonio Rodri-guez de Elvas erkauft ward. Die Gesammteinfuhr betrugdamals jährlich 3500 Neger, und die mit der'Yiehzuchtausschliefslich beschäftigten Einwohner von Cuba bezogenderen fast gar keine. Während des Erbfolgekrieges lan-deten die Franzosen in der Havannah, um Sclaven gegenTabak umzutauschen. Der »Britten asiento belebte einwenig die Negereinfuhr; jedoch erreichte im Jahr 1763,obgleich die Einnahme von der Havannah und der Aufent-halt der Fremden neue Bedürfnisse erzeugt hatten, dieSclavenzahl im Gerichtsbezirke der Havannah noch nicht25,000, und auf der ganzen Insel nicht 32,000- Die Ge-sammtzahl der von 1521 bis 1763 eingeführten africani-schen Neger mag wahrscheinlich 60,000 betragen; ihreAbkömmlinge finden sich unter den freyen Mulatten, derengröfsere Hälfte im östlichen Theile der Insel wohnt. YomJahr 1763 bis zum Jahr 1790, wo der Negerhandel freygegeben ward, erhielt Havannah deren 24,875 (durch die;■ Compannia de Tabacos 4957, von 1763 bis 1766; durch
den Vertrag des Marquis de Casa Enrile 14,132, von 1775bis 1779 ; durch den Vertrag von Bakes u. Dawson 5786,von 2786 bis 1789)- Berechnet man die Sclaveneinfuhr
*) Bryan Edward, fYestind., Vol. III., p. 202. Vergl. auchoben, Th. I., S. 283-
**) Documentos, p. 39 und 118.