Band 
Sechster Theil.
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B n c h 0 X.

Gewissen und der Humanität der Colonisten. “ Die Zäh-lung von 1817 liefert, nach Hr. Poinsett, 60,322 weibli-che und 106,521 männliche Negersclaven. Das Verhält-nifs der weiblichen Negersclaven zu den männlichen warim Jahr 1777 wie 1: 1,9; und 40 Jahre später hatte^dasselbe sich kaum merklich verändert. *) Es war = 1:1,7;die Kleinheit dieser Aenderung mufs der ungeheuer grofsenZahl von negros bozales zugerechnet werden, die seit 1791eingeführt wurden, indem die Einfuhr weiblicher Negernur von 1817 bis 1820 bedeutend wac, so dafs die in denStädten dienenden Negersclaven eine kleinere Fractionder ganzen Masse geworden sind. In dem partido vonBatabano, welcher im JaKr 1818 eine Bevölkerung von2078 mit 13 ingeniös von Zucker und 7 cajetades befafste,fanden sich 1200 Neger und nur 257 weibliche Neger-sclaven (Verhältnifs = 8:1). In der Gerichtsbarkeit vonSan Juan de los Remedios (die im Jahr 1817 eine Bevöl-kerung von 13,026 hatte) fanden sich 2494 männliche und997 weibliche Negersclaven (Verhältnifs = 2, 4:l)j undwenn auf der ganzen Insel Cuba die schwarzen männli-chen Sclaven zu den weiblichen sich verhalten wie 1,7:1,so ist das Verhältnifs in den Zuckerpflanzungen einzig nurkaum wie 4 : 1-

Die ersten Neger wurden in den östlichen Theil derInsel im Jahr 1521 eingeführt: sie überstiegen die Zahlvon 300 nicht. Damals waren die Spanier ungleichweniger nach Sclaven begierig als die Portugiesen;

*) In den brittischen Antillen wurden im Jahr 1823 aufeine Sclavenbevölkerung von 627,777: männliche 308,467und weibliche 319,310 gezählt, was somit einen Ueberschufsweiblicher von 3Vs aufs Hundert beträgt. Trinidad undAntigua einzig nur boten, wie Demerary, eine Ueberzahlmännlicher gegen die weiblichen Sclaven dar. Siehe Stat.Jllusir. of the Brit. Emp. , 1825, p. 54-