Kapitel XXV1I1.
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lung von Negerfamilien in abgesonderten Hütten, reich-liche Yorräthe, die Vermehrung von Ruhetagen und dieEinführung einer mäfsigen Arbeit als Tagewerks, diefssind die zweckmäfsigsten Mittel zu Erhaltung der Neger.Personen, welche mit den inneren Verhältnissen derPflanzungen genau bekannt sind, halten dafür, es würde,im gegenwärtigen Zustand der Dinge die Zahl der Neger-sclaven jährlich um ’/, 0 abnehmen, wenn der betrüglicheSclavenhandel völlig aufhörte. Diese Verminderung kommtderjenigen der brittischen kleinen Antillen gleich, wenn St.Lucie und Grenada ausgenommen werden. In diesenlezteren ward durch parlamentarische Erörterungen 15Jahre vor gänzlicher Abschaffung des Sclavenhandels ge-mahnt: man hatte Zeit auf die Vermehrung der Einfuhrweiblicher Neger Bedacht zu nehmen. Auf der InselCuba erfolgt die Aufhebung schneller und unerwarteter.
Durch die in der Havannah bekannt gemachten officiel-len Schriften hat man versucht, die relative Bevölkerung(das Verhältnifs der Bevölkerung zur Area der Insel) mitder relativen Bevölkerung der mindest bevölkerten TheileFrankreichs und Spaniens zu vergleichen. Weil damalsdie wahrhafte Area der Insel nicht bekannt war, konn-ten auch diese Versuche nicht genau seyn. Wir habenweiter oben gesehen, dafs die ganze Insel ungefähr 200Individuen auf die Seegeviertmeile (zu 20 auf den Grad)enthält. Es ist diefs *|j weniger als die mindest bevöl-kerte Provinz Spaniens , diejenige von Cuenea, und vier-mal weniger als das mindest bevölkerte DepartementFrankreichs , dasjenige der Ober-Alpen. Die Einwohnerder Insel Cuba sind dermafsen ungleich vertheilt, dafsman % der Insel beynahe für ganz menschenleer haltenkönnte. *) Es gibt mehrere Kirchspiele (Consolacion, Ma-
*) Documentos, p. 136. Siehe auch weiter oben, Th. 5. S. 185und 186.