Band 
Sechster Theil.
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Buch X.

Jahren den möglichst grofsen Vortheil aus ihnen zu zie-hen, und sie dann also öfter durch neuen Ankauf vonNegros bozales zu ersetzen. So rechnet die Habsucht, woder Mensch den Menschen als Lastthier gebraucht! Es■wäre ungerecht, bezweifeln zu wollen, dafs seit 15 Jah-ren die Sterblichkeit der Neger auf der Insel Cuba sichbedeutend vermindert hat. Manche Eigenthümer habensich aufs Rühmlichste mit der Verbesserung der Einrich-tung und des Verfahrens in den Pflanzungen beschäftigt.Die mittlere Sterblichkeit der kürzlich eingeführten Ne-ger beträgt noch 10 bis 12 vom 100*); sie könnte, denErfahrungen mehrerer wohl eingerichteter Zuckerpflan-zungen zufolge, sich bis auf 6 oder 8 vom 100 vermin-dern. Diese Einbufse der Negros bozales ändert sich jenach der Zeit ihrer Einbringung. Die günstigste ist dievom October zum Jänner, wo die Jahrszeit gesund undder Ueberflufs von Nahrungsmitteln in den Pflanzungengrofs ist. In den sechs heifsen Monaten hat die Sterb-lichkeit zuweilen schon während des Verkaufs 4 vom 100betragen, wie man diefs im Jahr 1802 erfahren hat. DieVermehrung der weiblichen Sclaven, welche durch diePflege ihrer kranken Männer und Landsleute sich so nütz-lich machen, die Befreyung von Arbeiten während derSchwangerschaft, die Sorgfalt für die Kinder, die Ansied-

*) Auf Martinique , wo 78,000 Sclaven vorhanden sind, soll,wie versichert wird, die mittlere Sterblichkeit 6000 seyn.Die Geburten betragen unter den Sclaven noch nicht jähr-liche 1200. Ueber die Einbufsen auf den brittischen Antil-leninseln, siehe oben Th. 5. S. 759. Vor Abschaffungdes Sclavenhandels hatte Jamaica jährlich 7000 Individuenoder 2 T /i vom Hundert verloren; seither nun ist fast garkeine Abnahme der Bevölkerung weiter spürbar. Reviewof the registry laws by the Com. of the Jffric. Inst., 1820,p. 43.