Kapitel XXFIIl
131
ricaanzusiedeln, -waren die zur Nahrung der Menschen die-nenden Pflanzen die wichtigsten Gegenstände der Landes»cultur,wie sie diefs auch noch gegenwärtig im alten Europa sind. Diefs natürlichste und für die Gesellschaften si-cherndste Verhältnifs des Landbauerlebens der Yölferhat sich bis auf unsere Tage in Mexico, in Peru , in denhalten und gemäfsigten Regionen von Cundinamarca , al-lenthalben , wo die Herrschaft der Weifsen ausgedehnteLändcreyen befafst, erhalten. Es sind der Pisang, derManioc, der Mais, die europäischen Cerealien, die Kar-toffeln und der Quinoali, als Nahrungspüanzen, auf ver-schiedenen Höhen über dem Meeresspiegel, die Grund-lagen der Continentalagricultur zwischen den Wende-hreisen geblieben. Der Indigo , die Baumwolle, derCaffeebaum und das Zucherrohr erscheinen in diesen Re-gionen nur als untergeordnete Zwischengruppen. Seitdritthalb Jahrhunderten hahen Cuba und die übrigen In-seln des Antillen-Archipels in dieser Hinsicht heinenWechsel erlitten. Eben jene Pflanzen wurden angebaut,die schon den halbwilden Landeseingebornen zur Nah-rung gedient hatten. Auf Saint Domingue war es Piedrode Atienza, welcher die ersten Zucherrohre ums Jahr1520 anbaute. Es werden daselbst wirhlich auch durchhydraulische Räder in Bewegung gesezte Cylinderpressenerrichtet.*) Die Insel Cuba jedoch nahm an dieser nochim Entstehen begriffenen Industrie nur geringen Antheil;und, was sehr merhwürdig ist, im Jahre 1553 ist bey denGeschichtschreibern der Eroberung**) noch von heineranderen Zuckerausfuhr die Rede, als von derjenigen des