Band 
Sechster Theil.
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Kapitel XXVIII

Frieden selbst nicht selten 120 bis 150 Kriegsschiffe inden Hafen der Havannah einlaufen. Von 1815 bis 1819sind die einzig nur bey der Douane dieses Hafens einre-gistrirten Erzeugnisse (Zucker, Branntweine, Melassen,Caffee , Wachs und Häute) im Durchschnitte jährlich aufden Werth von 11,245,000 Piaster angestiegen. Im Jahre1825 haben die zu weniger denn zwey Dritttheilen ihreswirklichen Werthes verzeichneten Exportationen (nachAbzug vop 1,179,000 Piastern in Baarschaft) über 12%Millionen Piaster ertragen. Sehr wahrscheinlich betragendie Importationen der ganzen Insel auf erlaubten und un-erlaubten Wegen, und zufolge dem wahren Werthe derErzeugnisse, Waaren undSclaven berechnet, heut zuTage15 bis 16 Millionen Piaster, von denen höchstens drey bisvier Millionen wieder ausgeführt werden. Die Havannahkauft vom Auslände ungleich mehr als ihr eigenes Bedürf-nifs erheischt; sie tauscht ihre Colonialerzeugnisse gegeneuropäische Manufacturproducte aus , um diese zum Theilwieder an Vera-Cruz, Truxillo, la Guayna und Carthagena zu verkaufen.

Ich habe vor 15 Jahren bereits in einem andern Wer-ke*) die Elemente jener Uebersichten erörtert, die unterdem täuschenden- Namen von Handelsbilanzen kund ge-macht werden; ich habe bemerkt, welch geringes Zu-trauen diese angeblichen Rechnungen über den Tausch-verkehr der Völker verdienen, dessen Vortheile mandurch irrige Grundsätze des Staatshaushalts verführt,nach ihrem haaren Geldsaldo würdigen zu müssen glaubt,die nachfolgenden Erläuterungen betreffen zwey Jahre(1816 und 1823) der Balanzas y Estados de Comercio,welche auf Anordnung der Regierung abgesandt wurden.Ich habe keine Zahl darin abgeändert, weil dieselben (und

*) Essaipolit., Tom. II., p. 716, und Reise, Th. 3. S. iSjfi.