Band 
Sechster Theil.
Seite
197
JPEG-Download
 

197

Kapitel XXVIII.

Cerealien zwischen zwey Ländern herbeygeführt, die bey-de unter der heil'sen Zone liegen, aber auf Erhöhungenüber der Meeresiläche, deren Unterschied auf Klimate

und Culturen mächtig einwirkt.

Die einregistrirte Einfuhr von Getränken in der Ha-vannah betrug :

1797 .

. 12,517 iarils Wein.

2,300 barils Branntwein

1798 •

. 12,118 .....

2,112

1799 .

. 52,073 .

2,780

1800 .

. 20,899 .....

3,592

1801 ■

. 25,921 ......

3,210

1802 .

. 15,076 .

3,615

1803 •

. 39,130 .

3)555

Zu Vervollständigung dessen, was wir vom äufserenHandel gemeldet haben, wollen wir den Verfasser einermehrmals schon angeführten Denkschrift sprechen lassen,der die Lage der Insel richtig darstellt. „In der Havan-nah, sagl er, beginnt man alle Wirkungen der Anhäufun-gen des Reichthums zu verspüren. Der Preis der Le-bensmittel hat sich binnen weniger Monate verdoppelt.Der Arbeitslohn ist so theuer, dals ein kürzlich von derafricanisclien Küste eingebrachter Bozal - Neger mittelstseiner Handarbeit allein (ohne ein Handwerk erlernt zuhaben), vier bis fünf Realen (zwey Fr. 13 Sols bis dreyFranken fünf S.) täglich verdient. Die Neger, welcheein mechanisches Gewerbe treiben, wie grob solches auchseyn mag, verdienen fünf bis sechs Fr.. Die patricischenFamilien bleiben fest angesiedelt; wer sich bereicherthat, der kehrt nicht mit seinem Vermögen nach Europa zurück. Es gibt einzelne dermafsen mächtige Familien,dafs DonMatheo de Pedroso, welcher vor Kurzem gestor-ben ist, an Grundstücken über zwey Millionen Piasterhinterlassen hat. Mehrere Handelshäuser in der Havan-nah kaufen jährlich, zehn- bis zwglftausend Kisten Zucker,die sie mit 350,000 oder 420,000 Piaster bezahlen. Die

t