Band 
Sechster Theil.
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Kapitel XXVJIL

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seiner Abscheulichkeiten aufrichtig wollen, beweist dasIrrige jener Folgerung. Wie liefse sich übrigens ver-nünftiger Weise die Sclaveneinfuhr von 1825 und von1806 numerisch mit einander vergleichen? Bey der Thä-tigkeit, welche in allen industriellen Unternehmungenherrscht, welchen Zuwachs hätte nicht die Negereinfuhrder brittischen Antillen und des südlichen Theils der Ver-einten Staaten erhalten müssen, wenn ein völlig freyerSclavenhandel dort neue Sclaven hinbringen und jedeSorgfalt für die Erhaltung und Vermehrung der älterenBevölkerung überflüssig machen könnte? Wer möchteglauben, dafs der brittische Handel sieb, wie im Jahre1806, auf den Verkauf von 55,000, die Vereinten Staatenauf den Absatz von 15,000 Sclaven beschränkt hätten?Man weifs mit ziemlicher Gewifsheit, dafs die brittischenAntillen einzig nur in den 106 Jahren, die dem Jahre 1786vorangingen, über 2,130,000 Neger von den africanischenKüsten bezogen haben. Beym Ausbruch der französischen Revolution lieferte (den Angaben des Hm. Norris zu-folge) der Negerhandel jährlich 74,000 Sclaven, vondenen die brittischen Colonien 58,000 und die französi-schen Colonien 20,000 bezogen haben. Der Beweis wäreleicht zu führen, dafs der gesammte Antillenarchipel,worin gegenwärtig kaum 2,400,000 Neger und Mulatten(Freye und Sclaven) vorhanden sind, im Zeiträume von1670 bis 1825 nahe an fünf Millionen Africaner ( negros botales ) erhalten hat. Bey diesen empörenden Berech-nungen von Menschenconsum ist noch keine Rücksichtgenommen auf die Zahl jener unglücklichen Sclaven, diewährend der Ueberfahrt zu Grunde gingen, oder die alsverdorbene Waare in die See geworfen wurden *). Wieviele Tausende würden aber nicht die Zahl jener Opfer

*) Th. 6, S. 122. Man vergleiche auch den beredten Vor-trag des Herzogs von Broglie (28. März 1822), S. 40, 45, 96.