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Buch X.
vermehren, wenn die zwey Völker, welche in der Ent-wickelung ihres Handels und ihrer Industrie die meisteThätigkeit und die gröfste Einsicht zu Tage legen, dieBritten und die Einwohner der Vereinten Staaten, seitdem Jahre 1807 den Negerhandel eben so frey und unbe-hindert fortgesezt hätten wie die übrigen europäischenVölker? Eine traurige Erfahrung hat dargethan, wie nach-theilig und der Menschheit verderblich die Verträge vom15. Julius 1814 nnd vom 22* Jänner 1815 geworden sind,denen zufolge sich Spanien und Portugal annoch währendeiner Anzahl von Jahren „den Fortgenufs des Negerhan-dels“ Vorbehalten haben *).
Die Ortsbehörden oder, richtiger gesagt, die reichenEigenthümCr, welche das Ayunlaniiento der Havannah,das Consulctdo und die patriotische Gesellschaft bilden,haben bey mehreren Gelegenheiten **) günstige Gesin-nungen für die Verbesserung des Schicksals der Sclavengezeigt. Hätte die Regierung des Mutterlandes, .anstattauch schon jeden Schein von Neuerungen zu fürchten,vielmehr diese glücklichen Umstände und den Einflufseiniger talentvoller Männer auf ihre Mitbürger benuzt,so wären allmählige Veränderungen in den Verhältnissendes Gesellschaftslebens vorgegangen, und es würden heutzu Tage die Bewohner der Insel Cuba bereits im Genüsseeines Theils der Besserungen sich befinden, die vordreyfsig Jahren in Erörterung gekommen sind. Die Un-_ ruhen
*) „Dicen nuestros Indios del Rio Caura cuando se con.fiesan quc ya endenden que es pecado comer carneHumana j pero piden que se ies permita desacostumbrarsepoco a poco: quieren comer la carne Humana una vezal nies, despues cada trcs meses, Hasta que sin sentirlopierdan la costumbre.“ Cartas de los Rev. Padres Ob -servantes, N. 7. (Handschrift.)
»*) Representation al Rey de 10 de Julio 1799, (Handschrift.)