Kapitel XXFIIL 239
ihrer edlen Einfachheit, ihrer eifrigen Wifsbegierde undgemeinnützigen Denkart zurückliefsen.
Von Rio Blanco nach Batabano führt der Weg durchein unangebautes, zur Hälfte mit Waldung bedecktesLand. Auf dem unbeholzten Boden wachsen Indigo und.Baumwollstrauch verwildert. Da die Kapseln vom Gos-sypium sich zu eben der Zeit öffnen, wo die Nordstürmeam häufigsten eintreten, so wird der Flaum, welcher dieSamen umhüllt, von einer Küste bis zur anderen überge-tragen, und die Ernte der Baumwolle, welche übrigensvon der schönsten Beschaffenheit ist, leidet durch dasZusammentreffen mit dem Reifen der Früchte bedeuten-den Abbruch. Mehrere Freunde, unter ihnen Herr vonMendoza, der Capitain des Hafens von Valparaiso undein Bruder des berühmten Astronomen, welcher sichlange in London aufgehalten hat, begleiteten uns bis nachPotrero de Mopox. Beym Herborisiren weiterhin südwärtsfanden wir eipe neue Palmart *) mit Fächerblättern ( Co-rypha maritima), die zwischen den Nebenblättchen einenfreyen Faden zeigt. Diese Corypha, mit der ein Theilder Südküste bedeckt ist, tritt hier an die Stelle derprachtvollen Palma real **) und der Cocos crispa derNordküste. Hin und wieder kam der poröse Kalkstein(von der Jura-Formation) in der Ebene zu Tage.
Batabano ***) war damals ein arme» Dorf, und seine
*) Siehe unsere Nova gen.etspec., Tom. I. p. 299.
**) Oreodoxa regia.
***) Ueber die wahre astronomische Lage von Batabano vergl.oben S. 32. Vormals ward auf den beliebtesten Chartenvon Bellin, von San Martin Suares u. s. w., der Batabanoum 10' südlicher, unter 22° 33' der Breite angegeben. Ar-rowsmith gibt sogar 22° 24', statt 22° 43' 24". Die erstenguten Beobachtungen auf der Südküste der Insel Cuba ver-dankt man dem Fregatten-Capitain Don Ventura Barcaiz*tegui und dem Don Francisco Lemaur.