248
Buch X.
nes grofsen Golfes, der von Süd nach Nord beynahe 14Lieues Tiefe hat und in einer Ausdehnung von 50 Lieueszwischen der Laguna de Cortes und dem Cayo de Pie-dras , durch eine zahllose Menge von Untiefen und Cayengeschlossen wird. Eine einzige grofse Insel, deren Areaviermal gröfser als diejenige von Martinique , und de-ren dürre P .uit prachtvollen Coniferen bewachsensind, hebt eh mitten aus diesem Labyrinthe empor.Es ist diefs lie Isla de Pinos, durch Colombus El Evan-gelist a und späterhin durch andere Piloten des sechszehn-ten Jahrhunderts Isla de Santa Maria genannt. Sie istberühmt durch dqs vortreffliche Acajou (Swietenia Maha-goni), welches sie dem Handel liefert. Wir segelten in OSOSichtung durch die passe de Don Crisloval , um das kleineFelsen -Eyland Cayo de Piedras zu erreichen und diesenArchipel zu verlassen, den die spanischen Piloten vonden ersten Zeiten der Eroberung an mit den Namen Gar-ten und Bosquets ( Jardines y Jardinillos ) bezeichnet ha-ben. Die wirklichen Gärten der Königinn *) sind, dem
) In der Havannah Selbst herrscht viel geographische Ver-wirrung hinsichtlich der alten Namen von den Jardines delHey und Jardines de la Reyna. In der Beschreibung derInsel Cuba , die im mercurio americano (Tom. II, p. 388)enthalten ist, und in der Historia natural de la Isla de Cuba(Cap. 1, §. 1.), welche in Havannah durch Don AntonioLopez Gomez verfafst ward, haben die zwey Gruppenihre Stelle auf der Südküste der Insel erhalten. Hr. Lo-pez sagt vollends auch, es dehnen sich die Jardines delHey von der Laguna de Cortes bis nach Bahia de Xaguahinaus; allein es ist historisch aufser Zweifel, dafs derGouverneur Diego Velasquez diesen Namen dem westli-chen Theile der Cayes vom Alten • Canal , zwischen CayoFrances und dem Monillo, auf der Nordküste der InselCuba gegeben hat. ( Herera , Tom. I. p. 8, 81, 55 und 232;Tom. II, p. 181.) Die Jardines de la Reyna, zwischen Cabo