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Buch X.
»einer zweyten Reise mit Erstaunen ,,jenen gebeimnifs-vollen König gesehen, der nur durch Zeichen mit seinenUnterthanen spricht, und jene Menschen - Gruppe, die mitlangen weifsen Hemdröcken bekleidet den Mönchen dela Merced glich, während das übrige Volk nackt war.“Auf seiner vierten Reise traf Columbus in den Jardinil-los grofse Piroguen mexicanischer Indianer an, die mitreichen Erzeugnissen und Waaren von Yucatan beladenwaren. Durch seine lebhafte Phantasie verführt, glaubteer aus dem eigenen Munde dieser Seefahrer zu hören;„Sie kämen aus einem Lande her, wo die Männer aufPferden reiten *) und Goldkronen tragen.“ Schon bil-
*) Vergleiche Lettcra rarissima di Christoforo Colombo di 7 diJulio 1503, p. 11, nebst Herera, Dec. I, p. 125, 131. Esläfst sich nichts Rührenderes und Ergreifenderes denken alsder in diesem Briefe herrschende Ausdruck von Weh.muth; Columbns hatte ihn aus Jamaica an den KönigFerdinand und die Königinn Isabella gerichtet. Wer sichmit dem Charakter dieses aufserordentlichen Mannes ver-traut machen will, dem empfehle ich sonderheitlick dieErzählung jener nächtlichen Erscheinung, wo mitten imSturmgewitter eine himmlische Stimme den Greisen mitden Worten tröstet: „Idio maravigliosamente feee sonartuo nome nella terra. Le Indie que sono parte del Mondocosi ricca, te le ha date per tue; tu le hai repartite doveti e piaciuto, e ti dette potenzia per farlo. Delli liga-menti del mare Oceano che erano serrati con catene cosiforte, ti dono le chiave, etc.“ Wir kennen diese erhabeneund poetische Schrift leider nur in italienischer Ueber-setzung, und die in der Biblioteca nautica von Don Anto-nio Leon erwähnte spanische Urschrift ist bis dahin nichtaufgefunden worden. Ich könnte andere, im Munde desEntdeckers der neuen Welt nicht minder naiv lautendeAeufserungen mehr anführen. „Eure Hoheit darf mirglauben, sagt Columbus, dafs der Erdball lange so grofsnicht ist, wie man gewöhnlich glaubt. Sieben Jahre ver»