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Kapitel XXVIU.
südwärts steil abgestuzt sind. Ihre nackten und dür-ren Gipfel stellen tbeils abgerundete puppen, theilswirkliche leicht eingeneigte Hörner dar *). Unerachtetder sehr niedrigen Temperatur, die in der Jahrszeitder Nortes stattfindet, erfolgen doch niemals Schnee-niederschläge, sondern nur gefrorner Thau und Reif( escarcha ) werden auf diesen Bergen und auf denen vonSantiago angetroffen. Ich habe bereits an einer andernStelle yon diesem schwer zu erklärenden Mangel anSchneeniederschlägen gesprochen **). Beym Austrittaus dem Wald erblickt man einen Schleier yon Hügeln,deren südlicher Abhang mit Häusern hedeckt ist; es istdiefs die Stadt de la Trinidad, welche der GouverneurDiego Yelasquez im Jahr 1514 aus Veranlassung „derreichen Goldminen,“ die in dem kleinen Thal des RioArimao ***) sollten entdeckt worden seyn, gegründethatte. Die Strafsen von Trinidad sind alle an steilenAbhängen befindlich. Hier wie im gröfsten Theil desspanischen America’s herrscht Klage über die schlechteAuswahl des Bodens bey der Anlage der neuen Städtevon Seite der conqnistadores ****). Am nördlichen Ende
*) Ueberall, wo die Felsart zu Tage steht, habe ich einendichten, grauweifsen Kalkstein wahrgenommen, der zumTheil porös, zum Tbeil im Bruche glatt war, gleich derjurassischen Formation. Vergl. oben, Tb. 6. S. 38.
**) Th. 6, S. 63.
***) Dieser Flufs ergiefst sich ostwärts in den Bahia de Xa-gua.
***#) Sollte die von Velasquez angefangene Stadt, in derEbene gelegen und den Häfen von Casilda und Guaurabonäher gestanden seyn? Einige Einwohner glauben, eskönne die Furcht vor französischen, portugiesischen undenglischen Flibustiern die Auswahl landeinwärts und anBergabhängen begründet haben, weil man hier wie von einerhohen Wache herab die Annäherung des Feindes währ*