Band 
Sechster Theil.
Seite
272
JPEG-Download
 

272

Buch X.

steht die Kirche yon Nuestra Sennora de la Popa , einberühmter Wallfahrtsort. Dieser Punct, däucht mir, ist700 Fufs über der Meeresfläche erhöhet. Man geniefsthier, wie in den meisten Strafsen, eine prachtvolle Fern-sicht über den Ocean, über beyde Häfen ( Puerto Casildaund Boca Guaurabo), über einen Wald von Palmbäumenund nach der Gruppe der hohen Gebirge von San Juan .Da ich versäumt hatte, mit meinen übrigen Instrumentenden Barometer nach der Stadt tragen zu lassen, so ver-suchte ich am folgenden Tag, für Ausmittelung der Höhevon la Popa , Sonnenhöhen über dem Horizont des Mee-res und in einem künstlichen Horizont zu messen. Ichhatte diese Methode *) bereits auch im Schlosse vonMurviedro, in den Ruinen von Sagunt , und am CaboBlanco, nahe bey la Guayra angewandt; allein der Ho-rizont des Meeres war nebüch und bin und wieder durchjene schwärzlichen Streifen bezeichnet, die entwederkleine Luftströmungen **) oder ein Spiel ungewöhnlicherRefractionen andeuten. In der Cilta (jezt Ciudad ) von Tri-nidad wurden wir bey dem Verwalter der Real Hacienda ,_ Hrn.

nehmen konnte. Allein solche Besorgnisse, däucht mir,konnten früher nicht als unter der Verwaltung von Her-nando de Soto staufinden. Die Havannah ward zum Er-stenmal durch französische Corsarcn im Jahr 1539 ausge-plündert.

*) Th. 2, S. 345. Man kann dabey die Depression des Ho-rizonts durch ein Reflexions-Instrument ausmitteln.

**) Th. 2, S. 466. Der Meynung eines grofsen Naturfor-schers, des Hrn. Wollaston, zufolge, den ich über diefsmerkwürdige Phänomen zu besprechen das Vergnügenhatte, dürften diese schwarzen Streifen vielleicht ein nä-her befindlicher Theil der vom Winde bestriehenen Mee-resfläche seyn. In diesem Fall würde der wahre ent-ferntere Horizont der contrastirenden Färbung wegenfür unser Auge unsichtbar.