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Trinidad für eine lertulia versammelt -war. Nochmals wa-ren die Munterkeit und der lebhafte Geist uns auffallend,welche das Frauengeschlecht in Cuba , in der Provinzwie in der Hauptstadt, auszeichnen; es sind diefs glück-liche Naturgaben , denen die Verfeinerung europäischerCultur erhöhten Reiz gehen kann, die jedoch in ihrerursprünglichen Einfachheit schon sehr erfreulich sich dar-stellen. In der Nacht vom 15ten März verliefsen wir laTrinidad, und unsere Abreise aus der Stadt glich derEinfahrt nur wenig, die wir mit den catalonischen Krämernzu Pferde gemacht hatten. Die Municipalität liefs uns ineinem schönen, mit altem cramoisinfarbenem Damast aus-geschlagenen Wagen nach der Ausmündung desRioGuau-rabo führen; und um unsere Verlegenheit noch vollendszu steigern, hatte ein Geistlicher, der Ortspoete, des hei-'fsen Klima unerachtet, in Sammet gekleidet, unsere Reisenach dem Orenoco durch ein Sonnet gefeyert.
Unterwegs nach dem Hafen war uns eine Erschei-nung sehr auffallend, mit der wir, möchte man denken,nach zweyjälirigem Aufenthalt im wärmsten Theile derTropenländer bereits völlig vertraut geworden seyn soll-ten. Nirgend anderswo jedoch habe ich eine so zahlloseMenge pliosphorescirender Insecten gesehen *). DasGras am Boden, die Aeste und Blätter der Bäume —Alles glänzte von den röthlichen beweglichen ^Lichtern,deren Intensität wechselnd vom Willen der Thiere, diesie hervorbringen, abhängt. Es war, als hätte das. Ster-nenlirmament des Himmels sich auf die Savanne nieder-gesenkt. In den Hütten der ärmsten Landleute dienen einDutzend Cocuy'ox in einer durchlöcherten Ifürbisllascheals Nachtlampe, um alles Benöthigte zu linden. Man darfnur die Flasche kräftig rütteln, um das Insect aufzurei-
*) Cocuyo. (Elater noctilucus.)