Band 
Sechster Theil.
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Buch XI.

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winkel zu nehmen. Das Chronometer zeigte an derkleinen Insel Mucara eine Länge *) von 78° lä* 54".Wir kamen bei dem südlichsten Ende des Placer deSan Bernardo vorbei. Das Wasser war milchfarbig, wie-wohl ein Senkblei von 25 Faden keinen Grund angab;Erkaltung des Wassers war nicht zu bemerken, wahr,scheinlich abermals wegen der Schnelligkeit der Strö-mung. In der Ferne ragten die Berge von Tigua, überdem Archipel von St. Bernhard'und dem Cap Boqueronhervor. Das stürmische Wetter und die Schwierigkeitgegen den Wind zu schiffen, bewogen den Capitänunseres erbärmlichen Fahrzeugs Schutz in der Rhede des Rio Sinn zu suchen, oder besser gesagt, nahe beider Pnnta del Zapote , am Ende des östlichen Ufers derEnsenada de Cispata , in welche sich der Rio Sinu oderZenu der ersten Contjuisladores ergiefst. Es regnetesehr stark, und ich benutzte diese Gelegenheit, um dieTemperatur des Regenwassers zu messen, welche ich26°, 3 fand, während das Thermometer in der Luft, undan einer Stelle, wo die Kugel nicht benäfst wurde, sichzu 24°, 8 erhielt. Dieses Resultat wich bedeutend vondem ab, welches'^ich in Cumana erlangt hatte, wo dasRegenwasser um einen Grad kälter als die Luft war. **)

*) Obsqrv. attr.,Th. II., p. 142.

**) Da es unter den Wendekreisen nur wenig Zeit bedarf,um in ein Gefäfs mit weiter Oeffnung und engem Bodeneinige Zoll Wasser a:u füllen, so glaube ich nicht, dafsein Irrthum bei der Beobachtung unterlaufen könne, sooft sich die Wärme des Begenwassers von der der Luftverschieden zeigt. Ist erstere geringer, so ist blofs zufürchten, dafs man nur einen Theil der Gesammtwirkungbeobachtet. Ich fand im Thale von Mexico , gegen Ende desJunius, den Bcgen zu 19°, 2 oder 19°, 4, während die Luft17°, 8 und 18° war. Ucborhaupt scheint mir, dafs unterder heifsen Zone, sowohl auf dem Niveau des Oceans als