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Kapitel XXIX.
Auf das Festland des südlichen America'» zurückge-kehrt, -will ich noch einen letzten Ueherblick auf dasganze Becken des Meeres der Antillen werfen, und ineiner Tabelle die Temperatur-Angaben vereinigen, diemeine Schifffahrts-Tagebücher enthalten. Hiezu fügeich, was ich aus den handschriftlichen Noten verschiede-ner Reisenden entlehnen konnte, die auf meine Bitte sichdenselben Nachforschungen gewidmet, und ihre Thermometer mit Sorgfalt rectilicirt haben.
auf den Hochebenen von 1200 und 1500Toiscn Erhebung,nur die Gewitterregen, deren starke Tropfen entfernt voneinander bleiben, merklich kälter als die Luft sind. (Sieheoben, Th. V. S. 717.) Diese Tropfen fuhren ohne Zweifel dieniedrige Temperatur der obern Regionen mit sich. ZweiUrsachen können gleichzeitig bei den Regen cinwirken,die ich wärmer als die Luft gefunden habe. Dicke Wol-ken erhitzen sich durch das Einsaugen der Sonnenstrahlen,die auf einer Seile ihre Oberlläche treffea (Lignes isoth.,p. 13; Fresnel in dem Bull, de la Soc. philom., 1822,S. 200), während Wassertropfen im Fallen Ausdünstungverursachen und Kälte in der Luft licrvorbringen. DieseTemperatur des Regenwassers, die mich bei meinen Rei-sen oft beschäftigt hat, ist ein noch wichtigeres Problemgeworden, seitdem Ilr. Boisgiraud, Professor der Physikin Poitiers, bewiesen, dafs in Europa allgemein der Re-gen, in Bezug auf die Luft, kalt genug sey, damit aufder Oberfläche jedes Tropfens ein Dunstniedorschlag stattfinde, und seitdem er in dieser Wirkung die Ursachender ungleichen Masse des in verschiedenen Höhen gesam-melten Regens gesucht hat. (Arago in seinen Ann. daChimie , dec. 1826, S. 417.) Erinnert man sich, dafs unterdem glühenden Himmelsstriche der Wendekreise ein ein-ziger Grad Kälte mehr Wasser niederschlägt als bei ei-ner geringem Temperatur von 10° bis 12°,, so wird mansich über die ungeheure Gröfse der Regentropfen nichtwundern, die in Gumana, Carthagena und Guayaquil fallen.(Siehe oben, Theil VI. S. 248.)