Band 
Sechster Theil.
Seite
38
JPEG-Download
 

38

Buch XI.

in Zeiten der Windstille, oder vor Anker in der Nähedes Landes angestcllt sind. In dem ersten Falle verän-'dert der geringste Wechsel, den die Oberfläche desWassers erleidet, darnach die obere Temperatur 5 undim zweiten Fall, auf der Rhede oder im Hafen, brin-gen die Ebbe und Fluth, .*) so wie die ungleiche Er-wärmung des Küstenlandes, -womit das Meer in Berüh-rung ist, periodische Veränderungen hervor, die blofsörtlich bewirkt sind. Die Gesammtheit der thermome-trischen Beobachtungen des Hrn. v. Dirckinck gibt denUnterschied der Meerestemperatur, um Mittag und umMitternacht, auf 0°, 76 an; der gröbste war am nämli-chen Tage 0°, 3 bis 1°, 2- Oft hat die Wärme in derNacht gar nicht abgenommen, wenn auch die Tempera-tur der Atmosphäre um 3° gefallen war. Die Beobach-tungen meines gelehrten Freundes , Hrn. Boussingault,bestimmen für den Aufgang der Sonne und 2 Uhr nachMittag, im November, als Mitteltemperatur des Meer-wassers , 0°, 52; Mittel Verschiedenheit der Luft in den-selben Tagen, 1 °, 4- Die äufsersten Gränzen der Tem-peraturen in 24 Stunden waren 0°) 11 und 0° 74- DerObristlieutenant Wilson hat, auf meine Bitte, diese Unter-suchungen bei der Fahrt des Dampfschiffes „Entreprise“von Falmouth nach Bengalen, fortgesetzt. Die Resultatedieses Beobachters sind: Mittelverschiedenheit der Mee-restemperaturen, um 2 Uhr nach Mittag und bei demAufgang der Sonne, von August bis December, 0°, 9;JMaximum **) der Meerestemperatur 29°; 4, unter 8 ° 42'südlicher Breite und 88 ° 37' östlicher Länge, währenddie Luft zu 28°, 3 war; die gröbste Verschiedenheitzwischen der Luft und dem Meere, wenn die Lufttem-

*) Theil I. S. 419, S. 451.

**) Theil VI. T. 506,