Band 
Sechster Theil.
Seite
40
JPEG-Download
 

40

Buch XL

Hr. Arago, der sich denselben Untersuchungen gewid-met, sieht in diesem Steigen den Beweis, dai's das Ein-saugen der Sonnenstrahlen bei ihrem Durchgang durchdie verschiedenen Lagen der Atmosphäre viel beträcht-licher ist, als man es bisher geglaubt hat. Mitten aufdem Ocean kann die Zunahme der Wärme der Luft nachdem Durchgänge der Sonne durch den Meridian nur demErlöschen des Lichtes zugeschrieben werden; denn derBeobachtung des eben genannten grofsen Naturforscherszufolge zeigt sich diese Zunahme auch unter U mstän-den, wo das Wasser weniger warm als die Luft bleibt.Das Mittel der monatlichen Schwankungen der Tempe-ratur in dem weiten Becken der Meere ist in der ge-mäfsigten Zone, unter 45° Breite, siebenmal; zwischenden Wendekreisen sechsmal, und im Wasser geringerals in der Luft. Die Oberfläche des Wassers erwärmtsich nicht viel während des Tages, weil die Bewegungder Wellen die obere Lage mit den untern vermischt.Während der Nacht ist die Wirkung der Strahlenbre-chung vermindert, indem die erkalteten Lufttheilclienhernieder gehen. Es zeigt sich in dem Wasser einebeständige Neigung, eine gleichförmige Temperatur zu■erhalten. Allgemein, wenigstens zwischen dem Aequa-lor und dem 48° nördlicher und südlicher Breite, ist dasWasser wärmer als die Luft. Bei den auf meine Bitteangestellten Untersuchungen über die Anzahl, wie vielmalin der Ferne von Küsten das Wasser wärmer als die Luftsey, hat Hr. Duperrey bei seiner Reise um die Weltaufserhalb der Wendekreise das Verhältnifs dieser An-zahl zu den ein entgegengesetztes Resultat gebenden Be-obachtungen, bei Nacht wie 3 zu 1 gefunden; am Tage

die man zuweilen über die absoluten Wertbo erhebt, sichnicht auf relative und differentielle crstrcck.cn,